Bio-Großhandel
Epos schließt Bio-Regio-Projekt ab
Projektmanager Xaver Amler wechselt fest in den Vertrieb
© EPOS Bio Partner Süd GmbH
Der Bio-Großhändler Epos Bio Partner Süd hat Ende September sein fünfjähriges RiWert-Projekt zum regionalen Wertschöpfungsketten-Management abgeschlossen. Gemeinsam mit der Regenbogen Arbeit gGmbH engagierte sich das Unternehmen dafür, das Angebot an regionalen Bio-Lebensmitteln bei Kantinen, Großküchen und Gastronomiebetrieben in Bayern auszubauen. Projektmanager Xaver Amler ist anschließend in das bayerische Vertriebsteam von Epos gewechselt.
Auslöser der Projektstelle war der bayerische Ministerratsbeschluss aus dem Jahr 2020, der eine deutliche Steigerung des Bio- und Regio-Anteils in der Außer-Haus-Verpflegung des Freistaats festlegte. Ziel des Projekts war es, Erzeuger, Verarbeiter und Abnehmer zu vernetzen und dafür zu sorgen, dass regionale Bio-Produkte in den benötigten Mengen und Gebinden verfügbar sind. Epos setzte sich zu diesem Zweck dafür ein, das Bayerische Bio-Siegel (BBS) als Herkunfts- und Qualitätsnachweis stärker zu etablieren.
Als erste Projektverantwortliche entwickelte die ausgebildete Diätassistentin und Betriebswirtin Verena Schlegel 22 Rezeptideen mit bayerischen Bio-Zutaten. Unter ihrer Regie wurde das Projekt von der Initiative ‚30 für 30‘ des bayerischen Landwirtschaftsministeriums als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.
Unter der Leitung von Xaver Amler wurde die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von BBS-Sortimenten für die Münchner Wiesn-Gastronomie, was Epos mit einer „enormen Strahlkraft“ verbindet. Daraus entstand unter anderem ein Produktverzeichnis, das Epos‘ BBS-Angebot für Großverbraucher abbildet.
Als Beispiel für die Arbeit an regionalen Lieferketten nennt Epos die Produkte Bio-Raps- und Bio-Sonnenblumenöl mit Bayerischem Bio-Siegel. Um die Versorgung von Großküchen mit raffinierten Ölen aus regionaler Erzeugung zu ermöglichen, mussten zunächst die Voraussetzungen für die Verarbeitung in Bayern geschaffen werden. Planungssicherheit durch einen verlässlichen Absatzmarkt für heimische Verarbeiter konnte laut Epos durch die Bündelung der Nachfrage aus der Außer-Haus-Verpflegung erreicht werden. Ein weiteres von der RiWert-Projektstelle mitgetragenes BBS-Projekt namens ‚Oberland Bioweiderind‘ hatte die Vermarktung von Rindfleisch aus dem Münchner Oberland in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zum Ziel.
„Verbindliche Bio-Regio-Quoten in der Politik bringen nichts, wenn in der Küche am Ende die passenden Gebinde oder Produkte fehlen. Unsere Aufgabe war und ist es, als Brückenbauer zwischen Acker und Großküche echte Lösungen zu schaffen“, erklärt Amler.
Das erarbeitete Know-how soll er nun in das Vertriebsteam von Epos mit einbringen, wo er Gastronomen und Großküchen persönlich bei der Umstellung auf Bio und speziell regionale Bio-Produkte begleiten wird.







