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International

Umwelt

Nitrat im Grundwasser: Deutschland liegt weit über EU-Schnitt

Evaluierung der EU-Nitratrichtlinie unterstreicht Handlungsbedarf

Nitrat im Grundwasser: Deutschland liegt weit über EU-Schnitt © stock.adobe.com / andov

Am Mittwoch hat die EU-Kommission die erste umfassende Evaluierung der EU-Nitratrichtlinie seit deren Inkrafttreten im Jahr 1991 vorgelegt. Während die Gesamtbilanz positiv ausfällt, sieht die Kommission mit Blick auf die Umsetzung auch Verbesserungsbedarf. Ein Sorgenkind bleibt Deutschland. Wird der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter EU-weit an zehn Prozent der Grundwassermessstellen überschritten, so sind es hierzulande 25 Prozent – das zweitschlechteste Ergebnis nach Malta.


Recht

Neue Gentechnik: Aurelia-Stiftung legt Beschwerde bei Vereinten Nationen ein

Bürgerrechte nach Aarhus-Konvention auf dem Prüfstand

Neue Gentechnik: Aurelia-Stiftung legt Beschwerde bei Vereinten Nationen ein © Erik Karits / Aurelia Stiftung

Die Aurelia-Stiftung hat beim Compliance-Ausschuss der Vereinten Nationen Beschwerde gegen die neue EU-Verordnung zu Pflanzen aus neuen genomischen Techniken (NGT) eingelegt. Demnach können bestimmte Gentechnik-Pflanzen künftig ohne umfassende Risikoprüfung und verpflichtende Kennzeichnung auf den Markt gelangen. Die Stiftung sieht darin Verstöße gegen die Aarhus-Konvention, die der Öffentlichkeit Informations- und Beteiligungsrechte bei umweltrelevanten Entscheidungen garantiert.


Ticker

Bio-Recht

Weidepflicht für Bio-Betriebe steht auf der Kippe

Übergangsfrist für Bio-Importe aus Drittstaaten soll verlängert werden

Weidepflicht für Bio-Betriebe steht auf der Kippe © stock.adobe.com / Sonja Birkelbach

Der Agrarausschuss im EU-Parlament hat gestern einer Novelle zur Vereinfachung der EU-Öko-Verordnung zugestimmt. Besonders umstritten ist darin ein Änderungsantrag, nach dem die Weidehaltung von Bio-Tieren künftig zur freiwilligen Option werden soll. Er wird von der Bio-Branche abgelehnt. Dagegen begrüßen die Verbände den Beschluss, Bio-Warenimporte aus Drittstaaten wie den USA noch länger als gleichwertig anzuerkennen.


Gesundheit

Pestizide im Kaffee

Bericht zeigt Belastung mit verbotenen Pestiziden

Pestizide im Kaffee © pixabay

Jede fünfte Tasse Kaffee enthält Pestizidrückstände. Von 159 Pestizidwirkstoffen, die in der Kaffeeproduktion eingesetzt werden, sind fast 60 Prozent in der EU verboten. Zu diesem Ergebnis kommt ein gemeinsamer Bericht von Coffee Watch, der Deutschen Umwelthilfe, dem Inkota-Netzwerk und dem Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) UK. Die Organisationen kritisieren ungerechte Doppelstandards in der Kaffeebranche und fordern einen Stopp des Exports von in der EU verbotenen Pestiziden.


Rohstoffe

Kündig-Gruppe erweitert Bio-Fairtrade-Angebot

Chia, Amarant und Flohsamenschalen aus Indien

Kündig-Gruppe erweitert Bio-Fairtrade-Angebot © W. Kündig & Cie AG

Die Kündig-Gruppe, seit über 40 Jahren Bio Suisse-Mitglied, erweitert ihr Bio-Fairtrade-Sortiment: Neben Quinoa sind nun auch Chiasamen, Amarant und Flohsamenschalen Fairtrade-zertifiziert. Da alle vier Bio-Fairtrade-Rohstoffe zum selben Portfolio gehören, sei für Hersteller eine einheitliche Beschaffung und Dokumentation möglich.


Personalien

IFOAM Organics Europe bekommt neue Präsidentin

Nachfolgerin von Jan Plagge wird Dóra Drexler

IFOAM Organics Europe bekommt neue Präsidentin © IFOAM Organics Europe
Der neue Vorstand von IFOAM Organics Europe: (v.l.n.r.) Lukas Nossol, Johanna Stumpner, Évelyne Alcázar Marín, Jérôme Cinel (Vizepräsident), Dóra Drexler (Präsident), Marian Blom (Vizepräsidentin), Christopher Atkinson, Lorenzo Mantelli, Kateryna Shor

Die Mitglieder des Bio-Dachverbands IFOAM Organics Europe haben auf ihrer gestrigen Generalversammlung einen neuen Vorstand für die Amtszeit bis 2029 gewählt. Jan Plagge, langjähriger Präsident seit 2018, konnte laut Satzung kein viertes Mal kandidieren und schied aus seinem Amt aus. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Vizepräsidentin Dóra Drexler, Geschäftsführerin des ungarischen Forschungsinstituts für ökologischen Landbau ÖMKI.

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