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Ernährung

Wenn vegan, dann nur mit Bio!

Auch vegane Produkte können ungesund sein

Vegane Ernährung wird oft gleichsam als gesund betrachtet. Doch der Schein trügt. Vegane Ersatzprodukte sind derzeit voll im Trend, ebenso rüsten die Supermärkte und Discounter mit veganen Produkten auf. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue vegane Produkte die Regale erobern. Doch leisten die Produkte auch einen entscheidenden Beitrag für die Gesunderhaltung von Mensch und Umwelt? Dieser Frage geht der als #MrBroccoli bekannte Christian Wenzel von Vegan-Athletes.com auf den Grund.

Mit fortschreitender Technologie und wachsenden gesundheitlichen und umweltpolitischen Themen wächst auch das Angebot an veganen Produkten, die den herkömmlichen Fleisch-, Fisch- und Käsemarkt ins Visier nehmen. Gerade die jüngere und die heranwachsende Generation ernährt sich immer mehr pflanzlich oder komplett vegan. Die Beweggründe liegen oft im Tierschutz und im Klimaschutz und da die Medien pausenlos von Umweltkatastrophen, Plastikverschmutzung und Massentierhaltung berichten, ist es auch kein Wunder, dass diese Generation daran interessiert ist, noch die nächsten 50 bis 100 Jahre zu überleben.

Ein Trend mit einem Haken

Dieser Trend ist grundsätzlich erfreulich, doch er hat einen Haken. Die Industrie liefert gemäß der Nachfrage die veganen Produkte, doch Herkunft und Qualität der Zutaten sind sehr oft schwierig nachvollziehbar und nicht aus nachhaltigen Quellen. Zudem wird es dem Verbraucher schwer gemacht, wirklich zu unterscheiden was gute und was nicht gute Qualität ist.
Ein perfektes Beispiel hierfür ist der derzeit sehr angesagte Beyond Meat Burger. Der Burger ist hervorragend auf die heutigen Wünsche der Gesellschaft angepasst. Er ist

  • Vegan
  • Tierleid wird vermieden
  • Hoher Proteinanteil
  • Beinhaltet weniger Umweltbelastung
  • Und am wichtigsten: er sieht aus wie Fleisch, er schmeckt wie Fleisch und beruhigt das Gewissen des Verbrauchers.

Was steckt aber wirklich dahinter? Nur ein paar Fakten hinter dem ‚Deckmantel‘:

  • Keine Bio Qualität
  • Der Burger enthält neben Protein auch genauso viel Fett
  • Der Burger ist unverhältnismäßig teurer, obwohl oft billige Qualität
  • Hoher Verarbeitungsgrad und fragwürdige Inhaltsstoffe
  • Ein nicht vollständig bekannter Produktions-/Entwicklungsprozess

All die sonst so hochgepriesenen und wichtigen Werte wie

  • Transparenz
  • Nachhaltigkeit
  • Gesundheit

werden bei der ‚angeblich gesünderen veganen Fleischalternative‘ unter den Tisch gekehrt. So wie bei auch vielen anderen Fertigprodukten der Industrie.

Die Lösung

Daher sorgt nur eine pflanzliche, möglichst naturnahe Ernährung in Bioqualität für die notwendige Optimierung unserer eigenen Gesundheit und des Planeten. Die Abkehr von Massentierhaltung, Förderung der ökologischen und nachhaltigen Landwirtschaft und ein breites Spektrum an hochqualitativen und wenig verarbeiteten Bio Nahrungsmitteln im Massenmarkt sind der Weg der Zukunft um auch für zukünftige Kinder einen Planeten zu hinterlassen, der lebenswert ist. Dem Verbraucher wird von der Industrie also eine ‚Scheinwelt‘ untergejubelt, alles unter dem Label gesund.
So geht leckere und hochwertige vegane Bio

Ernährung - ein konkreter Plan

Doch wie sieht denn nun eine nachhaltig und hoch qualitative vegane Bio Ernährung im Alltag aus?
Das Frühstück: Hier gibt es eine Bowl mit frischen Zutaten.
Gekeimter Bio Buchweizen mit Leinsamen und frisches Bio Obst. Dazu gemixt eine warme Bio Hafermilch oder Bio Reisdrink. Wenn gewünscht mit etwas Kakao oder Kokosraspel aus Fairtrade Anbau als Topping.
Zum Mittagessen: Asiatische Küche.
Egal ob unterwegs oder zuhause. Eine hochwertige asiatische, leichte Mahlzeit mit vielem Gemüse lässt sich immer finden.
Die Thai Küche lebt von frischen Zutaten. Dazu gekeimte Bio Linsen oder Bio Kartoffeln und natürlich viel saisonales Gemüse aus regionalem Anbau.
Zum Abendessen:
Gegen Ende des Tages kann auch etwas Fetthaltigeres auf den Tisch kommen, da am Abend nicht mehr so viel Energie benötigt wird. Hier eignet sich bei Verwendung von (Oliven)öl ein Gemüse-Burger mit Salat sehr gut, oder ein Bio Lupinenschnitzel mit Süßkartoffelchips.

Sprossen sind der nächste Renner

Ein ganz besonderer Happen für den Handel sind Sprossen. Diese erleben eine Renaissance. Sprossen sind mit die am höchsten schwingende Form von Ernährung und behalten ihre wertvollen Enzyme und Mikronährstoffe auch noch einige Tage nachdem sie geerntet wurden.

Wer Sprossen wieder vermehrt anbietet und auch promotet zeigt aktiv, dass er an der Gesundheit der Menschen und der Umwelt interessiert ist. Da Pflanzen immer vegan sind, kann auch das ‚vegan Label‘ dazu genutzt werden um den von vielen Menschen missverstandenen Claim ‚Vegan = Gesund‘ für sich zu nutzen.

Ebenso werden grüne Säfte (nicht Smoothies) beliebter. Mit der zunehmenden Aufklärung können gesundheitsbewusste Verbraucher immer besser entscheiden, welche Produkte nicht nur grün und gesund aussehen, sondern auch gesund sind. Frische, grüne Säfte, die hauptsächlich auch grünes Gemüse und nicht Obst enthalten, werden somit mehr in den Fokus des Verbrauchers rücken.

Die Vorteile veganer Ernährung

Eine regionale, saisonale und vollwertige vegane Ernährung, gepaart mit ausreichend Bewegung, Erholung und einem gesunden Geist sorgt dafür, dass der Mensch

  • besser schlafen kann
  • höhere Konzentration aufbringen kann
  • mehr Kraft und Elan hat
  • schneller regeneriert hat
  • sich eine schönere Haut einstellt
  • abnimmt
  • und sich einfach ein besseres Gewissen einstellt.

Die Begründung dafür ist so einfach wie logisch. Durch die übermäßige Aufnahme tierischer Produkte in unserer heutigen Ernährung sorgen wir dafür, dass der Körper mehr arbeiten muss. Ein Apfel oder ein Brokkoli sind innerhalb weniger Minuten oder Stunden verdaut, ein schweres Stück Fleisch kann jedoch bis zu drei Tage im Magen-Darm-Trakt verbleiben, bis es komplett verdaut ist. Dies raubt Energie. Zudem sind tierische Produkte stark mit Hormonen und Pestiziden belastet. Das muss der Körper entgiften, was den Alterungsprozess fördert und die Gewichtsabnahme verlangsamt.

Ebenso wird dadurch der Schlaf gestört, da im Schlaf der Körper mit Regeneration und nicht mit Verdauung beschäftigt ist.

Fazit:

Die Liste mit den Vorteilen einer bio-veganen Ernährung lässt sich beliebig fortsetzen. Wer heute den Verbrauchern wohlschmeckende und einfache bio-vegane Produkte und Ideen an die Hand gibt, wird langfristig gewinnen. Jedoch schwächt auch der dauerhafte Entgiftungsprozess bei Ernährung mit pestizidbelasteten pflanzlichen Lebensmitteln, weshalb Bio-Lebensmittel zu bevorzugen sind.

Christian Wenzel


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