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Mehr heimisches Bio-Gemüse in den Handel bringen

Marktgespräch West diskutiert Vermarktungspotenziale

Obwohl die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst, profitieren deutsche Bio-Gemüsebetriebe bislang nur begrenzt davon. Ein Großteil des zusätzlichen Bedarfs wird über Importe gedeckt. Beim Online-Marktgespräch West der Initiative Bio2030 am 9. Juni diskutierten rund 50 Fachleute über Wege, den Anteil von heimischem Bio-Gemüse im Handel zu erhöhen und die Vermarktung zu verbessern.

Teilgenommen haben Experten, Landwirte, Berater, Vereinsmitarbeiter und Leiter von Erzeugergemeinschaften. Anhand der Kulturen Möhren und Zwiebeln analysierten die Teilnehmer den aktuellen Markt, bestehende Hürden und Entwicklungsmöglichkeiten. In Arbeitskreisen wurde über die Chancen von Direktvermarktung, Kooperationen und Vermarktungspotenziale in Handel und Verarbeitung diskutiert. Obwohl die Bio-Gemüse-Erzeuger laut Bio2030 in puncto Technik und Boden gut aufgestellt sind, zeigte die anschließende Diskussion im Plenum eine von Unsicherheiten geprägte Stimmungslage.

Können im LEH Weichen für mehr deutsche Verbandsware gestellt werden? Mit diesem Thema beschäftigte sich ein Arbeitskreis, der von Henning Niemann vom Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Niedersachsen (KÖN) geleitet wurde. Er stellte das Projekt ‚Mehr Ökolandbau durch Selbstverpflichtung des LEH‘ vor, das bereits angelaufen ist und mit Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert wird. In Runden Tischen sollen darin Branchenvertreter aus Vermarktung und Handel zusammenkommen, um Strategien für eine Steigerung deutscher Bio-Marktanteile zu entwickeln. „Wir wollen mit nachhaltigem Handeln ökonomische Mehrwerte für die gesamte Wertschöpfungskette generieren. Idealerweise macht dieser Ansatz Schule und es geht hier vom Start-Leuchtturm-Produkt in die Breite“, so Niemann.

Die Chancen von Kooperation betrachtet Bio2030 auch als Fazit des Marktgesprächs. Im Zusammenrücken der Verbände und einer konzertierten Kommunikation werden Wege gesehen, den Selbstversorgungsgrad bei deutschem Bio-Gemüse anzuheben. Bio2030 will dabei auch künftig eine Netzwerkfunktion übernehmen und Wissensdokumentation betreiben.

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