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Lebensmittelpreise steigen nur noch moderat

Inflationsdruck geht zurück, Eier bleiben Preistreiber

Lebensmittelpreise steigen nur noch moderat © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026

Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Mai 2026 nur noch leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen die Lebensmittelpreise um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,6 Prozent. Im Vergleich zum April gingen die Nahrungsmittelpreise sogar um 0,9 Prozent zurück. Vor allem bei Kartoffeln und Butter konnten Verbraucher von niedrigeren Preisen profitieren.

Die Teuerung bei Lebensmitteln fiel damit erneut unterdurchschnittlich aus. Besonders stark verteuerten sich binnen Jahresfrist Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte mit plus 3,7 Prozent sowie Zucker, Marmelade, Honig und Süßwaren mit plus 3,6 Prozent. Auch Obst (+3,2 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+2,8 Prozent) kosteten mehr als vor einem Jahr. Ein Ausreißer nach oben blieben außerdem Eier, deren Preise binnen Jahresfrist um 14,6 Prozent anzogen.

Demgegenüber gab es bei mehreren wichtigen Produktgruppen deutliche Preisrückgänge. Speisefette und Speiseöle verbilligten sich um 15,3 Prozent. Besonders stark fielen die Preise für Butter (-29,1 Prozent), aber auch Olivenöl (-6,5 Prozent) wurde günstiger. Kartoffeln kosteten 15,3 Prozent weniger als im Mai 2025, Molkereiprodukte verbilligten sich um 6,4 Prozent.

Zur allgemeinen Preisentwicklung trugen im Mai vor allem die Energiepreise bei. Sie lagen trotz des seit Anfang Mai geltenden Tankrabatts um 6,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 18 Prozent, während die Preise für Haushaltsenergie insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau lagen. Gegenüber April gingen die Energiepreise um 3,6 Prozent zurück.

Insgesamt stieg der Verbraucherpreisindex im Mai 2026 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit schwächte sich die Inflation nach 2,9 Prozent im April etwas ab. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.

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