Verbände
Bündnis warnt vor Greenwashing mit ‚regenerativer‘ Landwirtschaft
Gemeinsame Erklärung veröffentlicht
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Verschiedene Bio-, Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen haben gemeinsam ein Statement veröffentlicht, in dem sie vor ‚regenerativem Greenwashing‘ in der EU-Politik und auf den Märkten warnen. Durch fehlende klare Standards berge das Label ‚regenerativ‘ die Gefahr, dass darunter auch umweltschädliche Praktiken vermarktet werden. Gleichzeitig könne dies die Glaubwürdigkeit tatsächlich nachhaltiger Agrarsysteme in Mitleidenschaft ziehen und Ressourcen von etablierten, kontrollierten Lösungen wie dem Ökolandbau ablenken.
„Die Sorge gilt unklaren Narrativen, die es ermöglichen, inputintensive Modelle, die fortgesetzte Abhängigkeit von synthetischen Pestiziden und Düngemitteln oder mangelhafte Umweltpraktiken als Nachhaltigkeit zu vermarkten“, erklärt Jan Plagge, Präsident des Bio-Dachverbands IFOAM Organics Europe – eine der unterzeichnenden Organisationen.
In politischen Dokumenten und Debatten der EU werde zunehmend ein diffuses Konzept der regenerativen Landwirtschaft verwendet, um die politische Aufmerksamkeit und Ressourcen von wirklich transformativen Lösungen abzulenken, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.
„Die Frage ist nicht, ob Landwirte den Begriff ‚regenerativ‘ verwenden, sondern ob die EU-Politik und die Märkte echte Veränderungen oder vage Behauptungen belohnen“, so der IFOAM-Geschäftsführer Eduardo Cuoco. Öffentliche Förderung, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Beschaffungsstrategien müssten auf klaren Kriterien und nachweisbaren Umweltleistungen beruhen, wie sie ökologische und agrarökologische Systeme bereits garantieren.
Die Unterzeichner fordern die politischen Entscheidungsträger und Marktakteure der EU auf, glaubwürdige Transformationspfade für die Landwirtschaft zu stärken und gleichzeitig Umweltstandards sowie das Vertrauen der Verbraucher zu sichern.







