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Trotz Feierienzeit online bioPress-Donnerstagstalk

Wie immer ab 15 Uhr hier

Letze Woche musste der Donnerstagstalk bedauerlicherweise wegen einer Redaktionsreise ausfallen. Seither ist wieder viel passiert. So ist die aktuelle bioPress-Ausgabe mit, wie wir im Verlang denken und das aus Leserkreisen bestätigt bekommen, spannenden Themen weit über den Tellerrand hinaus.

Themen, über die wir gerne mit Ihnen diskutieren wollen sind beispielsweise die Problematik, dass Billigfleisch neu erfunden werden soll. Zelluläre Landwirtschaft soll heißen: Künstliches Fleisch. bioPress hat darüber berichtet. Man entnehme einem Rind eine Fleischzelle und züchte auf der Struktur von Gras nicht mehr, wie bisher, nur einen teueren Fleischklumpen, der 450.000 Dollar kostet. Die Ereignisse überschlagen sich. Während noch über die Entwicklung einer preiswerten Produktion spekuliert wird, die dann als Ersatz für Billigfleisch ohne Tierschinderei - die Zellentnahme ist nicht mehr als der Pieks einer Impfung - dienen soll, erreichte uns während des Drucks der aktuellen bioPress eine Veröffentlichung über eine Methode/Erfindung, die auf der Struktur von Gras aufsetzt. Die irre Ableitung: Fleischproduktion und seine Proteine gezüchtet direkt auf Gras ohne den Umweg über das Tier! 

Der Verein Proveg propagiert dieses künstliche Fleisch, weil das Tierwohl - scheinbar eine wichtige ethische Grundlage der Vegetarier und/oder Veganer - ausgeschaltet werden kann. Solche Umweg-Argumentationen hatte auch die Agrochemie gebraucht, um die Bodenfruchtbarkeit dauerhaft so sehr zu schädigen, dass Mensch ums Überleben fürchten muss.

Messenhaft Billigfleisch aus der Retorte. Das käme den Agrochemie-Anlagen gerade recht. Ihre Quadratkilometer großen Anlagen aus Tanks, Rohrleitungen, Aggregaten und patentgeschützer Software hätten dann eine Ersatzbeschäftigung, wenn die Welt die Agrarchemie durch ökologischen Anbau ersetzt.

Irre, wer glaubt, mit Kunstfleisch der Gesundheit der Menschheit dienen zu können. Oder sind die Befürworter einfach nur extrem zynisch und wissen genau, dass es bei der Ernährung mit Billigfleisch nicht um die Gesundheit und Vitalität der Menschen geht, sondern um den schnellen Dollar oder heute auch Euro?

Entwicklungen in die falsche Richtung hat auch Bernward Geier mit der neuen ROP-Bewegung in Amerika beschrieben. Ökologischer Anbau, der nicht mehr Bio sein kann, versifft dort die Märkte mit Billigangeboten, die einen echten sauberen Biobauer schlicht ruinieren! 

Echt Bio - so der fälschliche Slogen unserer Naturkostszene seit fast zwei Jahrzehnten - ist dort echte Realität geworden. Im Gengesatz zu uns hier in Europa, wo Boden im Bioanbau vorgeschrieben ist! Qualitätsunterschiede sind dann nicht Echt Bio, sondern allenfalls Unterschiede in der Qualität! Die sollte man dann aber auch sehen, tasten, riechen und schmecken können. Sonst sind sie das Verprechen auf dem Papier nicht wert.

Gerne diskutieren wir auch über soziale Aspekte. Über solche, die durch Fehlentwicklungen zustande kommen, jedoch auch über Branchen interne, die gerne aufgerufen, jedoch nicht immer sichtbar werden. Vielleicht weil manche Unterschiede nur in der Vorstellung und weniger in der Realiät existieren?

Es gibt auch Marktentwicklungen, wie beispielsweise der hohe Tierhaltungs-Anteil (51 %) an der ökologischen Landwirtschaft, die wir betrachten können.
Am Ende ist es ein Zusammenspiel von Bauern und Konsumenten, die über die Produktionsweise der Lebensmittel entscheiden (sollten). Nicht seelenlose kapitalgetriebene Großunternehmen.

Es wäre schön, wenn Talk-Teilnehmer ihre Namen nennen, dazu einfach das 'me' im Foto anklicken und ihn hinein tippen. bioPress schreibt eine Zusammenfassung des Talks. Meinungsbildner/Sprecher, die dabei nicht namentlich genannt werden wollen, bleiben gerne auch anonym.

Die Talkrunde freut sich auch über Ihre eingebrachten Themen. 

Einfach hier einloggen, es ist kein Passwort notwendig:
https://video.arnoldt.it/bioPressdonnerstagstalk


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