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Wenn Organic nicht mehr Bio ist...

Wahres Bio in den USA wird vom Projekt zu einer Bewegung

Wenn Organic nicht mehr Bio ist...
Auch Al Gore lässt seine Biofarm in Tennessee als ‘Real Organic’ zertifizieren.

Es rumort schon lange und führt inzwischen zu einer Welle des Widerstands, dass in den USA sogenannte Bioprodukte zertifiziert werden, die im eklatanten Widerspruch zu den Standards für biologische Produktion im Rest der Welt stehen.

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Die Gesetze zur biologischen Landwirtschaft in den USA sind Teil des nationalen Bioprogramms NOP (National Organic Program), das vom US-Landwirtschaftsministerium verantwortet und verwaltet wird. Ihm steht mit dem NOSB (National Organic Standards Board) ein repräsentatives Gremium zur Seite.

Massentierhaltung, Hydrokultur und Betrug mit Bio-Siegel

Seit etwa einem Jahrzehnt ist das Verhältnis von NOSB und dem Ministerium in einer Krise, weil die Gesetzgebung drei gravierende Fehlentwicklungen erlaubt und sogar fördert. Zum einen geht es um die Erlaubnis, dass Bioprodukte in hydroponischen Anbausystemen, das heißt ohne Boden, produziert werden können. Des Weiteren ist die Tatsache problematisch, dass Massentierhaltung mit entsprechender Tierquälerei möglich ist und in engem Zusammenhang steht mit riesigen Betrugsskandalen mit gefälschten Futtermittelzertifikaten, die die USA überrollt haben. Der Farmer und  Pionier der Biobewegung Eliot Coleman beurteilt die Auswirkungen dieser Missstände auf die Marktentwicklung zutreffend: „Wir bekamen mehr sogenannte zertifizierte Bioprodukte in die Regale, aber wir bekamen nicht mehr Biolandwirtschaft“. Diese Themen haben die Sprengkraft, die Integrität der biologischen Landwirtschaft und das Vertrauen der VerbraucherInnnen massiv zu zerstören und dies weltweit.

Hydroponiksysteme – eine bodenlose Provokation für Bio

In hydroponischen Systemen werden Pflanzen über die Wasserversorgung direkt mit elementaren Nährstoffen und gegebenenfalls auch Pestiziden versorgt. Mit Boden kommen diese Pflanzen nicht in Berührung. was ein fundamentaler Angriff auf die Grundprinzipien der biologischen Landwirtschaft ist, wo als eine Grundregel gilt, dass die Pflanzen nicht direkt, sondern über einen lebendigen Boden ernährt werden. Schon 1945 hat Sir Albert Howard in seinem Grundlagenwerk ,Mein landwirtschaftliches Testament‘ ausgeführt, dass fruchtbarer Boden gesunde Pflanzen und Tiere und somit auch gesunde Menschen zur Folge hat.

Trotzdem hat das US-Landwirtschaftsministerium vor gut zehn Jahren die bodenlose Produktion mit Hydroponik ausdrücklich als zertifizierbar in die Gesetzgebung aufgenommen. Der vehemente Widerspruch des NOSB Gremiums hatte keine Chance gegen die enorme Lobbymacht der Agrarindustrie, die längst das Profitpotential des biologischen Landbaus entdeckt hatte. Leider sind die maßgeblichen Organisationen der US-Biobewegung wie die Organic Trade Association (OTA) und die kalifornische Farmer- und Zertifizierungsorganisation CCOF auch pro Hydroponik. Es geht hier um das ganz große Geschäft.  Inzwischen kontrolliert der in Kalifornien beheimatete, weltweit agierende Konzern Driscoll allein zwei Drittel der Biobeerenproduktion in den USA, denn er bewirtschaftet inzwischen auf ein paar tausend Hektar Biobeeren im Marktwert von jährlichen etwa 700 Millionen Dollar.

Die Problematik von Hydroponiksystemen geht weit über die Bodenfrage hinaus. Sie erlaubt eine wesentlich günstigere Produktion mit Methoden, die nirgendwo in der Welt als zertifiziert Bio  denkbar wären. Pflanzen können aus konventioneller Anzucht kommen und im Moment scheint es keine Einschränkung für den Einsatz von verbotenen Substanzen unmittelbar vor der Zertifizierung in Gewächshäusern zu geben.

Auf großen Freilandflächen oder auch in riesigen Gewächshäusern darf der Boden mit dem Herbizid totgespritzt werden. Die Hydroponikpflanzen werden in Containern auf Plastikplanen gestellt. Sie sind mit der perversen Logik sofort zertifizierbar, da die Pflanzen ja nicht im Boden wachsen, sondern mit Plastikbahnen dazwischen nur auf  dem Boden stehen.

Selbstverständlich bleibt dieser Skandal nicht ohne Widerspruch und Widerstand. Aber bislang waren alle Proteste inklusive einer Petition mit über 100.000 Unterschriften, eindeutiger Forderungen des NOSB Komitees, Druck der Medien und selbst einer Klage von sechs Farmern und einigen Bioorganisationen nicht erfolgreich. Das Gericht urteilte, dass Hydroponiksysteme im Biolandbau legal sind, weil das Gesetz sie erlaubt.

Weltweit und selbstverständlich auch in den Rahmenrichtlinien von IFOAM - Organics International sind hydroponische Systeme und damit bodenlose Pflanzenproduktion explizit verboten. Treffend bewertet der Biofarmer Dave Zuckermann mit folgendem Vergleich das Unmögliche: „Bio ohne Boden und dessen Mikroorganismen ist wie Demokratie ohne Menschen. Beides geht nicht.“

Milch und Eier aus gigantischen Bio-Fabriken

Noch viel mehr als hierzulande dominieren unvorstellbar große Tierfabriken in der USA die Produktion von Lebensmitteln. Auch wenn Schätzungen nicht ganz zutreffend sein sollten, dass über 50 Prozent der sogenannten Biomilch und 80 Prozent der Bioeier von industriell produzierenden Betrieben kommt, ist die Dominanz unbestreitbar. So gibt es zertifizierte Biobetriebe mit zwei Millionen Hühnern, wo  jeweils 50.000 Legehennen in einem Stall ihr Dasein fristen. Bei uns sind maximal 3.000 Hühner pro Stall erlaubt! Statt Biohühnern Freilauf und Bodenkontakt zu bieten, reicht in der US-Gesetzgebung Zugang zu Frischluft. In den riesigen Hühnerställen wird dies via kleiner Balkone angeboten, was bei der Hühneranzahl jedoch so gut wie nicht wahrgenommen werden kann.

Erdverwurzelte Tomaten auf der Farm von Dave Chapman.

Ähnlich skandalöse Missstände findet man in der Milchproduktion. Der Agrarkonzern Aurora  macht mit 22.000 Milchkühen in Texas und Colorado einen Umsatz von ca. 100 Millionen Dollar. In den USA gibt es Bio-Milchviehbetriebe mit bis zu 15.000 Kühen an einem Ort. Es braucht kaum Fantasie, sich vorzustellen, dass der im Biolandbau gebotene Weidegang für Kühe in solchen Größenordnungen unmöglich ist. Aurora wurde schon mehrfach verklagt und vor ein paar Jahren wegen 14 Gesetzesverstößen auch zu 7,5 Millionen Dollar Strafe verurteilt. Statt permanenten Lizenzentzugs durfte Aurora schon nach einer einjährigen Bewährungszeit weiter Bio-Milch erzeugen.

Massentierhaltung provoziert massiven Betrug

Bei der sogenannten biologischen Massentierhaltung der USA stellt sich logischerweise die Frage, woher die enormen Mengen an Futtermitteln kommen. Sie stellt sich vor dem Hintergrund, dass die USA mit zirka 40 Milliarden Euro Jahresumsatz für Bioprodukte weltweit Nummer Eins ist, aber mit nur etwa 16.500 zertifizierten Biofarmern ganz offensichtlich nicht die entsprechend notwendigen Rohstoffe zur Verfügung stellen kann. Allein die Tatsache, dass in nur zwei Jahren von 2014 bis 2016 der Import von Bio-Mais in die USA von 150.000 auf 339.000 Tonnen quasi explodierte (ähnliche Entwicklungen gab es auch beim Sojaimport), belegt dieses Problem.

Experten schätzen, dass in den USA mehr als die Hälfte des benötigten zertifizierten Maises und Sojas durch Überseeimporte gedeckt wird. Bei der gerade skizzierten Exportentwicklung kann es schon von der Logik her kaum mit rechten Dingen zugehen. Eine dafür notwendige ebenso massive Flächenvermehrung ist so schnell gar nicht denk- und machbar, weil allein die Umstellung der Felder drei Jahre braucht.

Massiver Betrug bei Futtermittelimporten wurde unter anderem akribisch von einem Journalisten der Washington Post aufgedeckt. Er verfolgte den Weg von importierten Biofuttermitteln auf drei Frachtern und konnte nachweisen, dass konventionell angebautes Soja in der Türkei verladen wurde und bei der Ankunft gefälschte Zertifikate die Bioqualität belegten.

Diese quasi Verdopplung des Verkaufspreises auf hoher See führte allein bei der Fracht eines der Schiffe zu einer Wertsteigerung von vier Millionen Dollar. Bis das US-Ministerium der Sache nachging, war das Futter schon weitgehend in den Vermarktungskanälen verteilt und verfüttert. Auch hier agieren die Verantwortlichen des NOP nicht nur fahrlässig, sondern mit katastrophalen Konsequenzen für die Integrität und das Image der biologischen Landwirtschaft und des Marktes mit Bioprodukten. John Bolbe von einer Genossenschaft von Biobauern (OFARM) hat mit seinem Einblick in den Markt die Einschätzung, dass „zwei Drittel der Futtermittel kompletter Betrug sind“.

Katastrophal sind die Auswirkungen dieser kriminellen Machenschaften für die gewissenhaft arbeitenden Biobauern. So berichtet ein Farmer, dass er bei seinen 40 Hektar Maisfläche aufgrund des Preisdrucks (importiertes Schwindelbio wird 25 Prozent billiger angeboten) in einem Jahr 30.000 Dollar Umsatzverluste machte.

Von der Kritik und dem Widerstand zum Projekt und zu einer Bewegung
Eine bedrohliche Konsequenz der skizzierten Problemfelder ist für die US-amerikanische Biobewegung, dass dies zu einer enormen Wettbewerbsverzerrung führt und schon viele und durchaus nicht nur kleine Farmen zum Aufgeben zwang. Die Herausforderung erinnert nicht nur an den biblischen Kampf von David gegen Goliath, sondern sie ist auch sehr kompliziert. So wichtig es ist, die Missstände anzuprangern, so sorgsam muss man sein, dass Bio zum Schutz der wahren Bio-Farmer nicht pauschal in Misskredit gebracht wird.

Selbstverständlich werden diese eklatanten Fehlentwicklungen nicht nur kritisiert. Zum Glück gibt es zunehmend massiven Widerstand, der  inzwischen mit dem Real Organic Project (ROP) auch gut organisiert ist. Zunächst galt es, überhaupt erst einmal ein öffentliches Bewusstsein für die Probleme zu wecken. Hier waren vor allem die Medien sehr wichtig. Aber nicht nur die Medienresonanz bis hin zu den ganz großen Zeitungen Washington Post, New York Times und Wall Street Journal oder TV-Sendern wie BBC hat das Thema ins Licht der Öffentlichkeit gebracht. In der Folge wurden 2017 im ganzen Land 15 Demon-strationen organisiert. Eine gegen die Hydroponik eingereichte Klage wurde dieses Jahr trotzdem negativ entschieden.

ROP hat auch sehr prominente Unterstützung, wie etwa den ehemaligen Vizepräsidenten  Al Gore, der mit seiner Biofarm in Tennessee auch eine ROP- Zertifizierung hat. Mit Jon Tester aus Montana sitzt ein Biofarmer im US-Senat, der mit seiner Umstellung in den 1980er Jahren zu den Pionieren zählt. Er findet klare Worte zu den skandalösen Zuständen: „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass Hydroponiksysteme als biologisch zertifiziert werden können. Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Das ist Quatsch und verrückt.“ Zu den Unterstützern gehören auch die amerikanische Starköchin und Slow Food Vizepräsidentin Alice Waters sowie Vandana Shiva. Eindeutig ist auch die Positionierung und Unterstützung des weltweiten Bio-Dachverbands IFOAM - Organics International. Aber auch die Intervention des Weltdachverbands der biologischen Landbaubewegung hat bislang noch nicht zu Korrekturen der Missstände geführt.

Das internationale Interesse und die entsprechende Unterstützung zeigte sich auch beim aktuellen ROP Symposium Anfang des Jahres. Da kamen nicht nur die prominenten Unterstützer zu Wort, sondern unter anderem auch aus Deutschland der Naturland-Verband. Hier entwickelt sich eine sinnvolle Partnerschaft: Das überzeugende Beispiel von Naturland, dass Bio seine Prinzipien nicht auf dem Altar der Marktexpansion opfern muss, beflügelt den Widerstand.

Inzwischen gibt es zum Glück mehrfachen Grund für Optimismus. Zum einen expandiert ROP schnell. Mit einem eigenen sehr einfachen und kostenfreien Zertifizierungsprogramm, das es nur als Zusatz zur offiziellen Biozertifizierung gibt, und einem eigenen Qualitätslabel finden bereits 500 Farmer den Weg in den Biomarkt. Dieses Jahr soll und wird auch sicher die Anzahl verdoppelt werden. Aus dem Widerstand und dem Projekt wurde inzwischen eine breite, kreative und sehr engagierte Bewegung, die auch von vielen VerbraucherInnen getragen wird.

Auch die politischen Rahmenbedingungen sind mit dem neuen Agrarminister Tom Vilsack hoffentlich günstiger. Im April haben ihm 43 ehemalige Mitglieder des NOSB Komitees einen Brandbrief geschrieben. Er hat umgehend eine Delegation empfangen, um auszuloten, wie die Probleme nun in den Griff zu bekommen sind.

Abschließend gilt festzuhalten, dass die Missstände nicht ein überwiegend amerikanisches Problem sind. Es geht ja auch um Im- und Export von Bioprodukten. Letztendlich haben wir hier in der sogar das Mittel in der Hand, die wahre Biobewegung in den USA entscheidend zu unterstützen. Die Drohung, das Abkommen der Anerkennung der Biogesetze zwischen USA und EU außer Kraft zu setzen, sollte dafür sorgen, dass das US-Gesetz so gravierend verbessert wird, dass man wirklich von einer Gleichwertigkeit ausgehen kann. Mit anderen Worten könnte die EU entscheidend dazu beitragen, dass die Kräfte des Marktes für Gerechtigkeit und Fairness sorgen, und damit den vielen US-Farmern, die noch umstellen wollen und müssen, eine Perspektive geben.

Bernward Geier

 

Interview mit Dave Chapman (Koordinator der ROP Bewegung), geführt von Bernward Geier
bioPress: Euer Kampf erinnert an David gegen Goliath. Glaubt ihr, dass ihr wie David siegen werdet ?
DC: Man sollte sich niemals ganz sicher auf Erfolg einstellen. Das konnte damals auch David nicht! Aber wir müssen nicht nur Position beziehen, sondern uns auch wehren, wo wir glauben, dass es notwendig ist.
bioPress: Wieviel Optimismus braucht es  angesichts der Tatsache, dass die Konzerninteressen über riesige finanzielle Möglichkeiten und  Lobbyeinfluss verfügen?
DC: Nun, wir werden nie auch nur annähernd die finanziellen Möglichkeiten haben und auch nicht den Einfluss und genügend viel Macht. Aber wir können eine Alternative und Gegenströmung bilden, die stärker und stärker wird. Noch wissen wir nicht, wie das alles ausgeht. Für uns ist aber wichtig, dass wir den angestrebten Erfolg selbst definieren und der wird ganz sicher nicht nur in Dollar gemessen werden.
bioPress: Ergeben sich  neue Chancen durch den Regierungswechsel und vor allem mit dem neuen Landwirtschaftsminister Tom Vilsack?
DC: Wir bemerken bereits eine Veränderung hin zu einer Verbesserung. Aber der neue Minister ist ja der alte Minister. Er war schon in der Regierung von Präsident Obama für acht Jahre in diesem Amt. Wir wissen deshalb  in etwa, was wir erwarten können. Letztendlich war bereits diese Amtszeit ganz im Sinne des industriellen Teils des Biomarktes und nicht wirklich gut für Real Organic. 
bioPress: Hydroponische Systeme sind außerhalb der USA nirgendwo erlaubt. Erwartet das ROP Handelskonflikte bzw. den Verlust von Exportmarktchancen für die USA?
DC: Wenn andere Länder Produkte mit den verwässerten Biostandards des US-Landwirtschaftsministeriums verweigern, ist dies für uns von höchster Bedeutung. Die meisten AmerikanerInnen sind sich nicht bewusst, dass wir in den USA  von Biopiraten gekapert wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass bereits sogenannte Biobeeren aus hydroponischen Systemen in die EU exportiert werden und dies mit unserer offiziellen  NOP Zertifizierung.
bioPress: Was braucht es für einen entscheidenden Durchbruch, um  die Biogesetzgebung signifikant zu verbessern ?
DC: Nun, was es in allererster Linie braucht, sind Menschen, denen es wichtig ist, dass Bio wirklich Bio ist, und die sich zusammenschließen, um gemeinsam die Stimme zu erheben. Die momentane Betrugssituation kann nur weitergehen, weil sie vernebelt und blendet. Sobald die Menschen das durchschauen und die Wahrheit sehen und dies auch artikulieren, wird sich die Situation zum Besseren ändern.

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