Übernahme
Vollcorner zieht gegen tegut-Übernahme durch Edeka vor Gericht
Oberlandesgericht Düsseldorf soll Freigabe des Bundeskartellamts prüfen
© VollCorner Biomarkt GmbH
Der Münchner Bio-Händler Vollcorner geht juristisch gegen die Übernahme von tegut durch Edeka vor. Nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung (LZ) hat das Unternehmen wegen wettbewerblicher Bedenken Beschwerde gegen die Ende September erfolgte Freigabe durch das Bundeskartellamt eingelegt. Im Fokus stehen die tegut-Standorte im Raum München. Nun muss das Oberlandesgericht Düsseldorf den Fall prüfen.
Die Vollcorner-Geschäftsführer Paul Pfaff und Stefan Berktold erklärten gegenüber der LZ, sie hielten die Übernahme der Münchner tegut-Standorte durch Edeka nach eigener sowie externer Prüfung für wettbewerblich problematisch. Sie befürchten auch Auswirkungen auf die Angebotsvielfalt in der Region.
Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme Ende September grundsätzlich freigegeben, Edeka jedoch den Erwerb von 24 Standorten untersagt. In einzelnen Regionen sahen die Wettbewerbshüter eine zu starke Stellung des Unternehmens. Zum genehmigten Paket gehören 178 Tegut-Filialen, 41 Teo-Smartstores, die Zentrale in Fulda, die Bäckerei Herzberger und ein Logistikstandort in Michelsrombach.
Vollcorner betreibt im Großraum München 21 Bio-Märkte mit rund 400 Beschäftigten. Das Unternehmen war bereits am kartellrechtlichen Prüfverfahren beteiligt und hat offenbar selbst Interesse an einzelnen tegut-Standorten in München.
Die Beschwerde richtet sich ausschließlich gegen die Übernahme der 17 tegut-Filialen in München. Das Oberlandesgericht Düsseldorf prüft nun die Freigabeentscheidung. Ob das Verfahren Auswirkungen auf den Zeitplan der Übernahme hat, ist bislang offen.







