Start / Ausgaben / bioPress 114 - Januar 2023 / Mühlenwirtschaft: Vermahlung deutlich gestiegen

Mühlenwirtschaft

Mühlenwirtschaft: Vermahlung deutlich gestiegen

Anzahl der Handelsmühlen leicht rückläufig

Mühlenwirtschaft: Vermahlung deutlich gestiegen © stock.adobe.com / Africa Studio

Im Wirtschaftsjahr 2021/22 vermahlten 181 deutsche Handelsmühlen fast 9,4 Millionen Tonnen Getreide – das sind vier Mühlen weniger als im Vorjahr. Die Vermahlung insgesamt stieg dagegen um knapp sieben Prozent und die durchschnittliche Vermahlung pro Mühle erhöhte sich von 48.000 auf 52.000 Tonnen. Das geht aus den aktuellen Daten zur Mühlenwirtschaft des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) hervor.

Insgesamt vermahlten heimische Mühlen fast 7,9 Millionen Tonnen Weichweizen, 680.000 Tonnen Roggen, rund 330.000 Tonnen Dinkel sowie 460.000 Tonnen Hartweizen. Während die vermahlene Getreidemenge im Vergleich zum Vorjahr bei Roggen konstant blieb, nahm sie bei Dinkel um knapp acht Prozent, bei Weichweizen um sieben Prozent und bei Hartweizen um fünf Prozent zu.

Deutlich mehr Brotgetreide (Weichweizen und Roggen) musste eingesetzt werden, um die gleiche Mehlmenge zu erhalten: Aus 8,6 Millionen Tonnen Brotgetreide wurden 6,79 Millionen Tonnen Mehl gewonnen. Die vermahlene Getreidemenge erhöhte sich um 6,8 Prozent, die hergestellte Mehlmenge um knapp vier Prozent. Dies liege an der deutlich gesunkenen Mehlausbeute bei Weichweizen und Roggen. Sie sank im Wirtschaftsjahr 2021/22 von 81,8 auf 79,4 Prozent. Grund dafür sei das wechselnde Wettergeschehen 2021 mit zunächst hohen Temperaturen und anschließenden Regenfällen. Dies habe zu einer verzögerten Ernte und Qualitätseinbußen geführt. Der langjährige Durchschnitt liegt bei über 81 Prozent.

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