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Bio-Ölfrüchte

Bedarf an heimischem Bio-Raps wächst

Naturland Marktgesellschaft betont ihre guten Konditionen für Vertragsanbau

Bedarf an heimischem Bio-Raps wächst © Naturland Marktgesellschaft/fetzer.fotograf.de

Immer mehr Lebensmittel-Verarbeiter suchen nach Aussage der Naturland Marktgesellschaft nach Bio-Raps aus gesicherter heimischer Herkunft - und seien bereit, diese Qualität und das Anbau-Risiko der Landwirte entsprechend zu honorieren. Die Bio-Erzeugergemeinschaft weist darauf hin, dass sie für Bio-Betriebe seit der Ernte 2020 für Bio-Raps einen mehrjährigen Vertragsanbau zu sehr guten Konditionen biete. Derzeit sei die Anbaufläche in Deutschland noch sehr klein.

Bei der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG, der größten deutschen Bio-Erzeugergemeinschaft, ist Liane Regner Spezialistin für die Vermarktung von Bio-Ölfrüchten. „Viele Landwirte schütteln zwar mit dem Kopf, wenn sie an Bio-Raps aus Deutschland denken und argumentieren mit dem hohen Schädlings-Druck“, sagt Regner. „Trotzdem gibt es in den letzten Jahren immer mehr mutige Bauern, die für ihren Einsatz belohnt werden.“ Regner arbeitet in allen Regionen Deutschlands mit Bio-Landwirten zusammen, die inzwischen auf mehreren 100 Hektar Bio-Raps anbauen. Sie hätten so gute Erfahrungen damit gemacht, dass sie die Kultur fest in ihre Fruchtfolge integrieren.

„Bis zu 1.000 Euro pro Tonne ab Station bekommen Verbands-Betriebe ausgezahlt, abhängig von Menge, Reinheit und Entfernung zum Verarbeiter“, sagt Regner. Dafür gilt es aber auch, einige Dinge zu beachten. So sollte die Mindestanbaufläche fünf Hektar betragen und die Versorgung mit Stickstoff muss zum einen über die Fruchtfolge und zum anderen mit Gülle oder Gärreste im Frühjahr sichergestellt sein. Außerdem muss man auf den Abstand zu anderen Brassica-Arten innerhalb der Fruchtfolge achten, um den Schädlingsdruck zu reduzieren.

Auch bei Ernte, Reinigung und Lagerung seien wichtige Punkte zu beachten. „Bereits vor dem Anbau sollte der Landwirt deshalb Kontakt mit uns aufnehmen“, empfiehlt Regner dringend. Bei der Ernte müsse besonders schonend gedroschen und anschließend bei höchstens 40 Grad Celsius Korntemperatur auf maximal acht Prozent Feuchte getrocknet werden. Wer nicht selbst trocknen könne oder keine verlässliche Trocknung in der Nähe habe, solle sich den Anbau gut überlegen.

Die Bemusterung, Abwicklung und den Transport organisieren die Mitarbeiter der Naturland Marktgesellschaft für ihre Anbauer. Um Fallstricke möglichst auszuschließen, sollten sich Interessenten vor dem Anbau melden und gleich mit dem richtigen Saatgut starten, empfiehlt Liane Regner. Denn beim Bio-Rapsanbau gehe es immer um hochwertige Speisequalität mit besonderen Vorgaben. Dann sei der Raps nicht nur eine gute Ergänzung in der Bio-Fruchtfolge, sondern auch sehr lukrativ.


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