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BioRegio Bayern

Rekordniveau bei Bayerischem Bio-Siegel

Regional und Bio immer beliebter

Rekordniveau bei Bayerischem Bio-Siegel

Das Bayerische Bio-Siegel wurde 2015 vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingeführt und zeichnet aktuell 1.300 Produkte als Bio plus in Bayern verarbeitet aus. Rund 1.200 Landwirte und Bio-Bauernhöfe liefern die heimischen Rohstoffe, 170 Unternehmen geben derzeit entsprechend zertifizierte Produkte heraus. Trotz der strengen Kontrolle der Betriebe gibt es jährlich mehr Siegel-Nutzer.

Die Zeichennutzer müssen nachweisen, dass wirklich jeder Schritt – vom Erzeugen der Rohstoffe über die Verarbeitung bis zur Ladentheke – lückenlos in Bayern erfolgt. Dazu liegen die Standards des Bio-Siegels weit über denen der EG-Öko-Verordnung. Sie orientieren sich an denen der vier in Bayern aktiven Öko-Anbauverbände Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland.

Die Marktentwicklung spricht für die Kennzeichnung mit dem Bayerischen Bio-Siegel. 2018 lag der Bio-Lebensmittel-Umsatz in Deutschland bei rund 10,91 Milliarden Euro – 5,5 Prozent mehr als im Jahr davor (BÖLW). Vor allem Discounter und Vollsortimenter des Lebensmitteleinzelhandels steigerten ihre Umsätze um überdurchschnittliche 8,6 Prozent auf 6,43 Milliarden Euro Umsatz im Bio-Segment. Damit erreicht der Lebensmitteleinzelhandel einen Anteil von knapp 59 Prozent am Bio-Markt. Die Discounter holen weiter auf, großflächige Supermärkte weiten ihr Sortiment deutlich aus. Vor diesem Hintergrund werde ersichtlich, warum Landwirte, Hersteller und Handel immer mehr auf das Bayerische Bio-Siegel setzen: Es helfe den Verbrauchern, Produkte und Hersteller zu identifizieren, die ihrem Wunsch nach regionaler und ökologischer Erzeugung gerecht werden. Im Zusammenspiel von Erzeugern, Verarbeitern und Kontrollsystem trage das Siegel dazu bei, kurze Lieferwege, regionale Wirtschaftskreisläufe und eine erhöhte Bio-Qualität zu fördern.

Vor allem das Trockensortiment legte beim Umsatz zu, da neben Drogeriemärkten zuletzt auch Discounter verschiedene Müsli, Brotaufstriche oder Säfte ins Bio-Sortiment aufnahmen. Milch- und Molkereiprodukte waren bei den Frischeerzeugnissen am erfolgreichsten. Hier legten Käse und Trinkmilch am stärksten zu. Nach Analysen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) wurden in 2018 deutschlandweit 1,12 Milliarden Kilogramm Bio-Milch erzeugt. Beinahe 50 Prozent, 546 Millionen Kilogramm, kommen aus Bayern. Dies wiederum entspricht 7,4 Prozent der Gesamtmilchanlieferung in Bayern. Daneben ist bei den Bio-Frischeprodukten insbesondere Rindfleisch stark nachgefragt. Etwas schwächer entwickelten sich 2018 der Absatz von Obst und Gemüse. Ein verregneter Vorsommer und Spätfrost verringerten die Ernten der Lagergemüsearten und der Äpfel. Zudem wurde im Dürrejahr 2018 insgesamt weniger Gemüse geerntet, während die Obsternte wiederum anstieg (BÖLW).

Der Ökolandbau in Bayern wächst, aktuell bewirtschaften hier mehr als 10.000 Betriebe insgesamt rund 350.000 Hektar Land nach ökologischen Vorgaben, rund elf Prozent der bayrischen Gesamtagrarfläche. Knapp zehn Prozent aller Betriebe sind Bio. Die Bayerische Staatsregierung hat bereits angekündigt, das Landesprogramm BioRegio 2020, in dem die Bayerische Bio-Produktion von 2012 bis 2020 verdoppelt werden sollte, unter dem Titel BioRegio 2030 weiterzuentwickeln.



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