Start / Ausgaben / bioPress 93 - Oktober 2017 / Fairbindet Bio-Bananen von Tegut erfüllen nun Demeter-Kriterien

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Fairbindet Bio-Bananen von Tegut erfüllen nun Demeter-Kriterien

Tegut bietet als erster Vollsortimenter in Deutschland das ganze Jahr Demeter-Bananen

„Wir fördern direkte Partnerschaften mit den Produzenten – nicht nur regional in Deutschland“, dem Motto folgt Thorsten Heil. Der Leiter des Einkaufes Obst und Gemüse freut sich, mit den Tegut Fairbindet Bananen aus der Dominikanischen Republik einen Schritt weiter zu gehen. Die Herausforderung sei trotz der notwendigen Monokultur eine biologisch-dynamische Landwirtschaft umzusetzen. „Denn die Bodenauslaugung muss verhindert werden“, erklärt Heil. Auch sinke die Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten.

Ab 21. August erfüllen die Fairbindet Bananen komplett die Kriterien des Bio-Verbands Demeter mit Sitz in Darmstadt. „Biologisch-dynamische Sorten sind die Zukunft“, ergänzt Thomas Gutberlet. Laut dem Tegut-Geschäftsführer könne man mit möglichst kleinbäuerlichen Strukturen und biologischem Anbau das Problem der Welternährung lösen. Auch auf synthetische Düngemittel würde bei dem Anbau von Bio-Bananen verzichtet.

Die Umstellung auf Demeter war nicht einfach – aber erfolgreich

Das für die Banane übliche Anbausystem Monokultur benötige zahlreiche Nährstoffe. „Laut Demeter-Richtlinien sind Kieselpräperate wichtig zur Stärkung der Pflanzen. In Deutschland werden diese auf den Höfen aus Ackerschachtelhalm gewonnen. In der Karibik wächst dieser allerdings nicht“, zeigt Heil die Herausforderungen der Umstellung auf. So habe man experimentiert und es nun geschafft, die notwendigen Nährstoffe vor Ort aus Bambus herzustellen.

Zusätzlich wurden zwischen den Bananenpflanzen zum Beispiel Kakao, Mangos oder Zitrusfrüchte angebaut, um die Biodiversität zu erhöhen. „Wichtig ist die Bio-Fermentation: Dabei wird Kompost, insbesondere in flüssiger Form, als Dünger genutzt. Auf synthetische Düngemittel beim Anbau von Bio-Bananen wird selbstverständlich verzichtet“, verdeutlicht Heil. Im Sommer 2016 wurde beim Besuch vor Ort beschlossen, die hohen Ansprüche umzusetzen.


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