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Bio in allen Hallen

Anuga gibt Überblick über weltweites Bio-Angebot in allen Segmenten

Bio in allen Hallen © Koelnmesse GmbH, Hanne Engwald

Für Bio-Lebensmittel gaben die EU-Bürger 2015 rund 27 Milliarden Euro aus – dies entspricht durchschnittlich 53 Euro pro Kopf.

Weltweit sind die USA der größte Bio-Markt. Auf Platz zwei folgt die EU. Die meisten Bio-Produkte in Europa kaufen deutsche Verbraucher. Am häufigsten kaufen Verbraucher Bio-Produkte in Dänemark, Schweiz, Schweden, Luxemburg, Österreich und Deutschland.

In diesen Ländern darf der Verbraucher auch davon ausgehen, dass ihm überall ein vielfältiges Bio-Sortiment angeboten wird. Es profitiert nicht nur der Naturkosthandel von der Bio-Kauflust, sondern auch Supermärkte in ihrer ganzen Breite. Ergänzt wird das Angebot durch Wochenmärkte und Hofläden, die auch den Wunsch nach regionalem Bezug erfüllen.

Einen Überblick über das Weltmarktangebot an Bio-Produkten bietet die kommende Anuga vom 7. bis 11. Oktober 2017 in Köln. Zum einen zeigt sie in der Anuga Fachmesse ‚Anuga Organic‘ ein konzentriertes Biospektrum. Hier werden ausschließlich Produkte dargestellt, für die der Nachweis einer anerkannten, im Markt üblichen Bio-Zertifizierung vorgelegt werden kann.

Zum anderen finden Einkäufer und Kaufleute bei den Anuga-Ausstellern in den anderen Fachmessen eine große Vielfalt an Bio-Produkten und -Rohstoffen. In der Ausstellerdatenbank sind diese Bio-Anbieter hinterlegt. Sie lassen sich mit Hilfe des Trendthemas ‚Organic Products‘ leicht herausfiltern. Die Liste der Unternehmen, die sich hier profilieren, wurde im Laufe der letzten Jahre stetig länger. Waren es 2013 immerhin schon 1.796 Unternehmen, die sich mit  Bio-Produkten eintrugen, so waren es 2015 schon 2.030 Anbieter. Für die kommende Messe wird ein weiterer Anstieg erwartet.

Denn allein in der Anuga Organic gibt es einen hervorragenden Anmeldestand: Rund 250 Unternehmen werden wieder erwartet. Sie stellen sowohl unter dem Dach von Organisationen oder Verbänden als auch als Einzelaussteller in der Anuga Organic aus. Zu den auf der Anuga vertretenen Bio-Verbänden gehören Consorzio il Biologico (IT), Danish Agriculture (DEN) und Naturland (DE).

Aus Deutschland beteiligt sich in diesem Jahr eine wachsende Zahl von Einzelausstellern, zum Beispiel Alb-Gold, Emils Bio-Manufaktur, Ecofinia, Elbler, frizle, foodloose, Followfood, Küchenbrüder, My Chipsbox, Proviant, purefood, Tropicai, Wechsler und Zabler.

Einen starken Auftritt haben Aussteller aus Italien, so zum Beispiel Fratelli Damiano, Lauretana, Natura Nuova, Polobio, Probios und Sipa. Gleiches gilt für die Niederlande mit DO-IT, Doens Food, De  Smaakspecialist, Spack, Tradin Organic,  Sanorice und Trouw. Aus Belgien kommt Natur'Inov und aus Frankreich das Unternehmen Compagnie Biodiversité.

Einige Firmen legen ihren Fokus auf vegane Lebensmittel zum Beispiel Das Eis, joy.foods, PureRaw, Purya!, Tofutown, Topas und Veganz. Der Pionier in der Veganszene, der Großhändler AVE , zeigt einen Teil seines Sortiments auf der Sonderschau OrganicMarket. Als Neuaussteller präsentiert sich der bulgarische Anbieter Roo’Bar, der auch schon auf der ISM in Köln dabei war. Auch vegane Produkte sind über die ganze Anuga verteilt und lassen sich, ebenso wie vegetarische und fair gehandelte Produkte über die Ausstellerdatenbank lokalisieren.

Auch die Internationalität in der Anuga Organic lässt eine breit gefächerte Produktvielfalt erwarten. So sind neben den genannten Nationen Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien und Niederlande auch Anbieter aus China, Estland, Griechenland, Lettland, Marokko, Österreich, Rumänien, Ungarn und den USA vertreten.

Erwartungen weckt auch das Partnerland der Anuga, das in diesem Jahr Indien ist. Der Subkontinent ist seit vielen Generationen dem Bio-Anbau ebenso verpflichtet wie dem Thema vegane Ernährung. Demensprechend sind zahlreiche Produkte aus dem Biospektrum für die Anuga angekündigt, unter anderem Tee, Gewürze und Hülsenfrüchte.

Sonderschauen

Erneut wird es in der Anuga Organic die Sonderschau ‚Anuga Organic Market‘ geben. Hier wird aus der Theorie erlebbare Praxis, wenn in einem attraktiven Umfeld Bio-Produkte Supermarktreif präsentiert werden. Im Fokus sollen in diesem Jahr Frische-Produkte stehen, also Milch- und Molkerei- sowie Fleischprodukte. Aber auch Obst und Gemüse können hier ihr frisches Potenzial zeigen. Die Servicetheke und der Thekenaufbau werden hier ebenfalls thematisiert. Auch das Weinregal wird mit mehr als 50 Weinen aus Bio-Produktion gut bestückt sein.

Die Sonderschau ‚Anuga Organic Market‘ hat sich auf den letzten Anuga-Veranstaltungen nicht nur als Ideenbörse bewährt, sondern auch als Kontaktplattform zwischen Anbieter und Nachfrager. So nutzen viele Aussteller die Sonderschau erfolgreich für eine Zweitplatzierung. Am Regal wird auf ihren Messestand in den Hallen hingewiesen. Insgesamt werden hier von rund 100 Teilnehmern bis zu 1.500  Produkte zu sehen sein.

Eine weitere Sonderschau mit Bio-Potenzial ist die Präsentation ‚Anuga OliveOil Market‘. Sie wird erneut mitten im Anuga-Messegelände, auf dem zentralen Messeboulevard, realisiert. Zahlreiche Olivenöle unterschiedlichster Herkunft werden hier den interessierten Fachbesuchern zum Kennenlernen und zur Verkostung angeboten. Olivenöl-Experten unterstützen die Besucher dabei und bieten Hintergrundinformation zu Anbau, Sorten und Herstellung an. Am 8. Oktober 2017 findet darüber hinaus ein Olivenöl-Kongress statt. Hier stehen Olivenöle aus Italien, Spanien, Chile – stellvertretend für den südamerikanischen Markt - und Südafrika im Fokus. Die Experten beleuchten die Marktsituation, vermitteln Wissen rund um Produktion und Vermarktung und bieten Olivenöle verschiedener Regionen zur Verkostung an.

Bio-Kongress

Ein sehr wichtiger Programmpunkt im Rahmenprogramm der Anuga ist das Bio-Kompetenz-Zentrum. Es ist nicht nur ein Vortragsforum von und für Fachleute aus der Branche, sondern auch Networking- und Diskussionsplattform für alle, die sich mit dem Thema Bio auseinandersetzen.

Schwerpunkte sind in diesem Jahr Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, Ernährungspolitik, der Einsatz von Pestiziden und seine Auswirkungen auf die Gesundheit, sowie die Rohstoffbeschaffung. Urs Niggli von der FiBL, Schweiz, trägt die Frage auf den Kongress: Wie kann Bio die Welt ernähren?
Das komplette Rahmenprogramm wird in Kürze veröffentlicht.
Auch die Ausstellerdatenbank geht ab August online auf www.anuga.de

Die Anuga ist vom Sa., 7., bis Mi., 11. Oktober 2017, ausschließlich für Fachbesucher aus dem Handel und dem Außer-Haus-Markt geöffnet.


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