Start / News / Bio-Markt / Schwarzwaldmilch-Gruppe 2016: Kurs gehalten in einem herausfordernden Jahr

Jahresbilanz

Schwarzwaldmilch-Gruppe 2016: Kurs gehalten in einem herausfordernden Jahr

Über 16 Prozent Umsatzwachstum mit Schwarzwaldmilch Bio

Die Schwarzwaldmilch-Gruppe hat in dem sehr herausfordernden Milchmarktjahr 2016 ihr  Geschäftsmodell weiter optimiert und erzielt mit einem leichten Rückgang im Umsatz auf 163,1 Millionen Euro und einem gleichzeitigen Ausbau des Absatzes auf 164.239 Tonnen sehr solide Ergebnisse im Wettbewerbsvergleich.

Der Milchmarkt 2016

Wie auch im Vorjahr traf ein weltweit steigendes Milchangebot auf eine stagnierende globale Nachfrage, geprägt durch eine Kaufzurückhaltung Chinas und der erdölexportierenden Länder sowie die anhaltende russische Importsperre für Milchprodukte aus der EU. Vor allem im ersten Halbjahr 2016 machten sich im Marktgeschehen deutliche Preiseinbrüche bemerkbar. Preislich besonders negativ betroffen waren in Deutschland die Milchsortimentsbereiche der Handelsmarken, des Großverbraucherbereiches und im Pulverbereich vor allem Magermilchpulver.

„In Zeiten eines extrem schwankenden Milchmarktes ist ein tragfähiges, robustes und zukunftsfähiges Geschäftsmodell als genossenschaftlich geprägtes Molkereiunternehmen wichtiger denn je. Daran haben wir auch im Jahr 2016 konsequent weitergearbeitet“, verdeutlicht Andreas Schneider, Geschäftsführer der Schwarzwaldmilch-Gruppe.

Klarer Kurs: „Klasse statt Masse“

Die Umsätze der 216 genossenschaftlichen Molkereien (darunter 34 Verarbeitungsbetriebe) in Deutschland verminderten sich um rund 5 % auf 11,8 Milliarden Euro. Entgegen diesem Trend konnte die Schwarzwaldmilch-Gruppe ihren Umsatz nahezu konstant halten. Aufgrund von Sortimentsstraffungen und der Fokussierung auf ertragsstarke Sortimentsbereiche verringerte sich der Umsatz der Schwarzwaldmilch-Gruppe nur leicht um 0,7 % auf 163,1 Mio. Euro.

Die Absatzentwicklung der Gruppe (mit Versandmilch) steigerte sich um 2,9 % auf 164.239 Tonnen. Das Markensortiment konnte sich den schwierigen Rahmenbedingungen im Milchmarkt ebenfalls nicht entziehen und gab im Umsatz um 1,5 % leicht nach.

Als starker Wachstumstreiber zeichnete sich wiederum die Markenlinie Schwarzwaldmilch Bio aus mit einem Umsatzwachstum von über 16 %. Im Segment der Bio-Trinkmilchen und den lactosefreien Frischmilchen verfügt Schwarzwaldmilch unverändert über eine national marktführende Position unter den Herstellermarken laut führendem Marktforschungsinstitut Nielsen.

Den Exportanteil konnte die Schwarzwaldmilch-Gruppe, trotz der erschwerten globalen Rahmenbedingungen auf dem Milchmarkt, leicht steigern auf 11,8 %.  

Auszahlungspreis und Milchmenge

Wie auch in den vergangenen Jahren erwirtschaftete die Schwarzwaldmilch-Gruppe im Jahr 2016 erneut einen absolut wettbewerbsfähigen Auszahlungspreis und war damit zweitbester Auszahler in Deutschland unter den deutschen milchverarbeitenden Molkereien. Für die konventionelle Milch inkl. Weidemilch/Milch ohne Gentechnik bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß konnte ein durchschnittlicher Auszahlungspreis von 34,66 Cent/kg brutto (bei 10,7% MwSt.) erwirtschaftet werden.

Der durchschnittliche Bio-Milchauszahlungspreis inkl. aller Zu-/Abschläge bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug 52,02 Ct/kg brutto (bei 10,7 % MwSt.). Zentrale Aufgabe des genossenschaftlich geprägten Unternehmens ist die Auszahlung absolut wettbewerbsfähiger Auszahlungspreise an ihre Landwirte, die durch ihre Bewirtschaftung den Erhalt der Kulturlandschaft im Schwarzwald sichern.

Einführung neuer Produkte und Ausblick 2017

Die Verdichtung der regionalen und nationalen Listungsbilder der vier Markenlinien Schwarzwaldmilch, Schwarzwaldmilch Bio, Breisgau Qualitätsmarke sowie Schwarzwaldmilch LAC lactosefrei wurde weiter vorangetrieben.

Strategiekonforme Neuprodukte wurden zudem eingeführt. Zu den absoluten Innovationen im deutschen Handel zählen die Schwarzwaldmilch Weidemilchjoghurts, die von dem Joghurt bis zur Frucht komplett ohne Gentechnik hergestellt werden. Auch innerhalb der Bio-Produktlinie ergänzten zahlreiche Produkte wie ein neuer Sahnequark, Joghurts, sowie zwei Bio lactosefreie H-Milchen das Sortiment. Auch das LAC Sortiment wurde um einen lactosefreien Quark mit 20 % Fett ergänzt.

Das Jahr 2017 ist geprägt von einer umfangreichen Produktumstellung auf Ohne Gentechnik innerhalb aller Marken-Naturprodukte im Klein- und Großgebinde. Innovative Neuprodukte, wie zwei hochwertige Weidemilch-Müslijoghurts im 150g-Becher sowie ein Weidemilchjoghurt im 500g-Becher mit 1,5 % Fett runden das Schwarzwaldmilch Weidemilch-Sortiment seit Juni ab.

Auch innerhalb der Produktlinien LAC-und Bio ergänzen neue nachgefragte Trendsorten in verschiedenen Formaten und Verpackungen in diesem Jahr das Sortiment. Der Standort in Offenburg bietet ebenso innovative Produktkonzepte für den internationalen Markt an. Pulvertypiken wie Ayran-Pulver sowie Pulverformate, die die besonderen Milchqualitäten der Schwarzwaldmilch (Bio, ohne Gentechnik) widerspiegeln, sorgen für differenzierende Konzepte.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Leichter Umsatzrückgang bei Neumarkter Lammsbräu

Bio-Pionier setzt auf alkoholfrei und neue Narrative

Leichter Umsatzrückgang bei Neumarkter Lammsbräu © Neumarkter Lammsbräu

Der Oberpfalzer Hersteller Neumarkter Lammsbräu hat 2025 einen Umsatz von 30,3 Millionen Euro erwirtschaftet – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wo der Wert bei 31,7 Millionen Euro lag. Vor allem bei alkoholhaltigem Bier ging der Absatz zurück: von über 73.000 auf gut 64.000 Hektoliter. Dagegen blieb der Absatz alkoholfreier Biere und Limonaden weitgehend stabil, mit gut 155.000 Hektolitern. Als Konsequenz will das Bio-Unternehmen seine Alkoholfrei-Kompetenz weiter ausbauen.

31.03.2026mehr...
Stichwörter: Schwarzwaldmilch, Jahresbilanz

Vilsa-Gruppe wächst

Absatzplus um über sieben Prozent

Vilsa-Gruppe wächst © Hauke-Christian Dittrich

Die Vilsa-Gruppe meldet für das Jahr 2025 ein Absatzplus um 7,3 Prozent auf 671 Millionen Füllungen. Für die Marke Vilsa gingen die Absätze sogar um 9,7 Prozent nach oben. Der geschäftsführende Gesellschafter Henning Rodekohr führt den Erfolg auf die richtigen Investitionen in den vergangenen Jahren zurück: etwa den Bau eines Hochregallagers, den Kauf einer Tetra-Anlage und die Umsetzung neuer Verpackungslösungen.

20.03.2026mehr...
Stichwörter: Schwarzwaldmilch, Jahresbilanz

Bio Company erneut mit leichtem Umsatzrückgang

Investitionen von über drei Millionen Euro

Bio Company erneut mit leichtem Umsatzrückgang © BIO COMPANY

Die Berliner Bio-Supermarktkette Bio Company verzeichnete 2025 erneut einen leichten Umsatzrückgang, auf rund 199 Millionen Euro (2024: 201 Millionen Euro). Gleichzeitig investierte das Unternehmen mehr als drei Millionen Euro in die Modernisierung seiner Märkte sowie in Lohnsteigerungen für die Mitarbeiter.

18.03.2026mehr...
Stichwörter: Schwarzwaldmilch, Jahresbilanz