Verbände
AöL: Bio als Antwort auf die Klimakrise
Verband fordert politischen Rahmen für wahre Preise
Die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) sieht die ökologische Lebensmittelwirtschaft als wichtigen Baustein im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Angesichts der aktuellen Waldbrände in Europa, anhaltender Trockenheit und des Earth Overshoot Days fordert der Verband die Unterstützung von Bio in Form von wahren Preisen, welche die tatsächlichen Umwelt- und Folgekosten berücksichtigen.
Im Hitzesommer sei ökologisches Wirtschaften ein wesentlicher Teil der Lösung. „Gesunde Böden sind natürliche Klimaschützer. Bio-Böden sind durch Humusaufbau und schonende Bewirtschaftung in der Lage, mehr Wasser zu speichern, Hitzeperioden besser abzupuffern und CO₂ zu binden“, so Pia Kissinger, Nachhaltigkeitsexpertin in der AöL. Damit seien sie widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen als konventionell bewirtschaftete Flächen.
Der Earth Overshoot Day (Erdüberlastungstag), der dieses Jahr auf den 30. Juli fiel, zeige, dass Ressourcensicherheit ein zentraler Bestandteil der globalen Wirtschaftsplanung sein sollte. Mit Blick darauf kritisiert der Verband, dass Umwelt- und Klimafolgekosten in den Preisen konventioneller Lebensmittel bislang kaum berücksichtigt würden. Was heute günstig gekauft wird, werde morgen mit Ernteausfällen, Lieferengpässen und steigenden Rohstoffpreisen gezahlt. Die AöL spricht sich deshalb für wahre Preise aus, die ökologische und soziale Kosten stärker einbeziehen. Es brauche einen politischen Rahmen, der die gelebte Praxis in Bio-Unternehmen von gesunden Böden zu resilienten Lieferketten skalierbar macht.







