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Taifun-Tofu:  20 Jahre Sojaanbau in Deutschland

Züchtung von Sorten, die sich auch für kühlere Regionen eignen

1997 wagte der Freiburger Tofuhersteller Taifun-Tofu den Schritt und baute zum ersten Mal Sojabohnen in Südbaden und im benachbarten Elsass an. Weil das Thema ‚grüne Gentechnik‘ in den klassischen Sojaanbauländern wie den USA immer mehr aufkam, war für den Bio-Hersteller klar: Um beste Qualität zu garantieren, musste er den Anbau seiner wichtigsten Rohware nach Europa holen. Unterstützt wurde er dabei von ein paar experimentierfreudigen Landwirten. Zum Jubiläum hat Taifun sie für ihr Engagement und ihren Pioniergeist geehrt.

Qualität ist wichtig

„Am Anfang lief nicht alles rund“, erinnern sich einige, die damals dabei waren. Die ersten Ernten fielen mager aus, den frisch gebackenen Sojabauern machte vor allem das Unkraut zu schaffen. Zudem war der Proteingehalt – Qualitätsmerkmal der Sojabohnen und wichtig für die Tofuherstellung – nicht so hoch wie gewünscht. Aber die Pioniere gaben nicht auf, ihr Ehrgeiz war geweckt und dank der Unterstützung und Ermutigung durch Taifun-Tofu trugen die Sojapflanzen in der Rheinschiene von Jahr zu Jahr mehr Hülsen voller hochwertiger Sojabohnen.

Inzwischen sind viele weitere Landwirte dazu gekommen, und der jährliche 3.000 Tonnen-Bedarf an Tofu-Sojabohnen von Taifun wird heute vollständig von 75 Bio-Betrieben in Deutschland, Österreich und Frankreich gedeckt. Die Agraringenieure vom Landwirtschaftlichen Zentrum für Sojaanbau und Entwicklung (LZ Soja) bei Taifun kennen alle Erzeuger persönlich, begleiten und beraten sie von der Aussaat des eigenen gentechnikfreien Saatguts bis zur Ernte. „Wir sind stolz auf die Vielfalt der Bio-Höfe, mit denen wir zusammen arbeiten“, erzählt Fabian von Beesten vom LZ Soja.

Gemeinsam haben sie gezeigt: Die ursprünglich asiatische und wärmeliebende Leguminose gedeiht nicht nur in Übersee, sondern bringt auch in milden Teilen Europas sehr gute Erträge – nachhaltig und ressourcenschonend.

Taifun ist zudem in der Sortenzüchtung aktiv – gemeinsam mit Partnern wie der Universität Hohenheim entwickelt der Hersteller Sojasorten, die auch für kühlere Regionen Deutschlands geeignet sind. Ohne Gentechnik natürlich. Teil dieser Bemühungen ist auch das Forschungsprojekt 1.000 Gärten, das 2018 zum zweiten Mal gemeinsam mit Hobbygärtnern durchgeführt wird.

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