Start / Ausgaben / BioPress 43 - Mai 2005 / Organic World auf der Anuga - Sonderschau "Voll-Bio"

Anuga

Organic World auf der Anuga - Sonderschau "Voll-Bio"

Kompetenz-Zentrum für Bio-Produkte auf der bedeutendsten Ernährungsmesse – Sonderschau „Voll-Bio“

Eine hervorragende Anmeldesituation verzeichnet die Anuga 2005, die vom 8. bis 12. Oktober 2005 in Köln ihre Pforten öffnen wird. Die Messe wird sich zum zweiten Mal mit dem Konzept „Zehn Fachmessen unter einem Dach“ präsentieren. Bioprodukte finden in der Organic World ihre eigene Plattform. Insgesamt werden rund 6.000 Aussteller aus dem In- und Ausland zur Anuga erwartet. Damit bestätigt die Messe ihre wichtige Funktion für den Handel und den zunehmend bedeutenderen Außer-Haus-Markt. Besonders das Konzept der Anuga, einzelne starke Segmente der Ernährungswirtschaft in eigenen Fachmessen mit klarem Profil zu präsentieren, überzeuge die Unternehmen von der Notwendigkeit der Teilnahme, so Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse.

800 Aussteller mit Bio-Lebensmitteln stellten 2003 bei der Anuga aus. In diesem Jahr werden sogar noch mehr erwartet. Bauck, Bionade, BZ-Bio-Zentrale, Lauretana, Naturland, Rapunzel/Biogourmet, Rabenhorst, Rinatura und viele andere haben sich schon angemeldet. Die Fachbesucher, die sich mit dem The­ma Bio befassen wollen, bekommen in vielerlei Hinsicht Orientierung geboten.

Ein Bio-Wegweiser in Form einer Broschüre verschafft einen Überblick über die Bio-Angebote in allen zehn Fachmessen. Mit einem Leitsystem werden die Besucher an der Bio-Siegel-Pyramide am Eingang Rheinhallen „abgeholt“ (gegenüber Bahnhof Köln Mersse / Deutz) und zur Organic World geführt. Hier präsentieren Bio-Hersteller konzentriert ihre Produkte und Leistungen.

Innerhalb der Organic World bietet ein Kompetenz-Zentrum Information, Beratung und Leistungsschau. Im Kleinen Auensaal wird ein Kongress mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden für Erfahrungsaustausch sorgen. Der Export auf den lukrativen amerikanischen Markt wird ein Thema sein; Qualitätsmanagement und -sicherung werden behandelt. Die IFOAM, die eine deutsche Vertretung in Bonn unterhält, beteiligt sich. Im IFOAM Trade-Forum (Handelsforum) sind Marktteilnehmer aus Europa, den USA und Asien vertreten. Die Mitglieder können über weltweite Aktivitäten auf dem Bio-Sektor informieren. Bio und fair gehandelte Produkte werden eine Rolle spielen.

Die Sonderschau Voll-Bio zeigt dem Selbstständigen Einzelhandel (SEH) die Perspektiven auf. Ein Vollsortiment für den LEH, das von der Datenbank Bio-Profi (ab 40. Woche) ge­stützt wird, soll mehr Appetit auf Bio-Lebensmittel machen. Ziel ist es, die Beschaffung und den Überblick auf die Möglichkeiten, besonders bei Frischeprodukten, zu verbessern. Rund 100 Bio-Hersteller (2003: 43) haben über 1.000 Bio-Produkte angemeldet. Im Vergleich zu 2003 ist das mehr als eine Verdoppelung der Anbieter. Die Anzahl der Bioprodukte ist zwar nicht im gleichen Maß gestiegen (von 743 auf über 1.000 Artikel), dafür präsentiert „Voll-Bio“ eine bisher nicht gesehene Angebotsvielfalt für den LEH aus allen Warengruppen. Das Verbraucherministerium wird ebenfalls über biologische Lebensmittel informieren. Angesprochen werden Handel und Großverbraucher.

Zum zweiten Mal wird der Innovationspreis Bio-Lebensmittel-Verarbeitung im Rahmen der Anuga verliehen. Der gemeinsam von der Schweisfurth-Stiftung in Kooperation mit der Koelnmesse/Anuga und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) ausgeschriebene Preis würdigt herausragende Leistungen der Bio-Lebensmittelbranche und versteht sich als Ansporn für weitere innovative Entwicklung in diesem Sektor. Die Schweisfurth-Stiftung mit Sitz in München engagiert sich seit über 15 Jahren verstärkt in der Ernährungswirtschaft.

Die Vergleichbarkeit der Innovationen wird durch die Aufteilung in die Kategorien „Handwerk“, „Mittelstand“ und „Großunternehmen“ gewährleistet, die sich an der Mitarbeiterzahl orientieren. In jeder Kategorie wird ein erster und ein zweiter Preis vergeben. Es können nur Bewerbungen von Unternehmen angenommen werden, die ihren Sitz in Deutschland haben.

Die Bewertung nimmt eine unabhängige Jury nach einem transparenten System vor. Die Jury setzt sich aus elf namhaften Personen aus Wissenschaft, Handel, Gastronomie und Verarbeitung zusammen. Der Innovationspreis Bio-Lebensmittel-Verarbeitung ist ein ideeller Preis. Die Preisträger profitieren insbesondere durch den Imagegewinn und können die Auszeichnung auch werblich nutzen. Mehr Informationen unter: www.innovationspreis-bio-verarbeitung.de.

Neu ist die Selly, ein Preis der CMA für die besten Verkaufsstellen. Die Trophäe wird ebenfalls auf der Anuga überreicht. Ausgezeichnet werden Verkaufskonzepte des Handels, die den Geschmack und die Qualität von Bio-Produkten überzeugend vermitteln und so dazu beitragen, den Absatz ökologisch erzeugter Produkte nachhaltig zu fördern, wie es in den Bewerbungsanträgen heißt. Qualität, Vielfalt und Präsentation des Warenangebots werden von einer Jury unter Vorsitz von Claus Hipp bewertet.

Der Wettbewerb wird in zwei Gruppen ausgeschrieben: A für den Naturkostfachhandel und B für den Lebensmitteleinzelhandel in jeweils drei Größen-Kategorien. Im LEH für Supermärkte bis 1.500, für Verbrauchermärkte bis 5.000 und SB-Warenhäuser über 5.000 Quadratmeter. Im Fachhandel sind die Kategorien bis 150, bis 300 und mehr als 300 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Beste in jeder der drei Kategorien erhält den Titel „Bio-Markt des Jahres“. Zusätzlich wird ein zweiter und dritter Preis vergeben. Alle Preisträger gewinnen einen Storecheck plus Beratung und einer Weiterbildung für die Mitarbeiter.

Anton Großkinsky


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