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Bio weiter auf Wachstumskurs

Umsatzplus zeigt Potenzial des deutschen Marktes

Der deutsche Biomarkt setzt seinen Wachstumskurs fort. Im Jahr 2013 gaben die deutschen Haushalte insgesamt 7,55 Milliarden Euro und damit rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr mit 7,04 Milliarden Euro für Biolebensmittel aus.

Das geht aus Berechnungen auf Grundlagen von Daten der Marktforschungsinstitute GfK, Nielsen, BioVista und Klaus Braun Kommunikationsberatung hervor. Damit ist der Biomarkt 2013 in ähnlichem Maße gewachsen wie bereits im Jahr 2012.

Mit einem Umsatzanteil von rund 30 Prozent ist Deutschland der mit Abstand größte Absatzmarkt für Bioprodukte in Europa. Obwohl Deutschland auch bei der ökologisch bewirtschafteten Fläche mit einem Anteil von 6,2 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegt, reicht die Produktion von ökologisch erzeugten Lebensmitteln bei vielen Produkten bisher nicht aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können.

Das hat eine Studie der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) ergeben, die das Agrarministerium in Auftrag gegeben hatte. Der Schwerpunkt lag dabei auf Frischeprodukten und Rohstoffen, die auch in Deutschland angebaut werden könnten.

Bei einigen Produkten wie Eiern, Schweinefleisch, Äpfeln oder Tomaten ist die inländische Erzeugung stärker gestiegen als die ebenfalls gestiegene Nachfrage und damit der Importanteil gesunken. Dennoch gibt es immer noch viel ungenutztes Potenzial im deutschen Biomarkt. Obst und Gemüse aus biologischer Erzeugung sind beispielsweise schon heute besonders beliebt bei den Verbrauchern.

Frisches Bio-Obst und -Gemüse waren 2012 für 20 Prozent des deutschen Bio-Umsatzes verantwortlich. Fast zehn Prozent der deutschen Gemüsefläche, das sind knapp 11.000 Hektar, wurde 2012 bereits mit Bio-Gemüse bestellt. Damit gehen 55 Prozent der Bio-Gemüsemenge und 52 Prozent des Bio-Gemüseumsatzes auf inländische Ware zurück.

Je nach Warengruppe liegen den Umsatzsteigerungen unterschiedliche Ursachen zugrunde. Bei Kartoffeln, Obst und Gemüse stiegen die Preise im vergangenen Jahr aufgrund der ungünstigen Wetterlage und dem damit verbundenen knapperen Angebot. Dadurch erzielte diese Warengruppe, die bereits etabliert ist und ­deshalb nur noch geringeres Mengenwachstum verzeichnet hatte, 2013 das größte Umsatzplus.

 

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