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Bio-Lebensmittel erobern Großküchen

Start von Initiative für mehr regionale Bio-Produkte im Außer-Haus-Markt

Mit einer Info-Veranstaltung für Gastronomie und Großküchen startet am 27. April  eine Initiative zur „Ausweitung des Einsatzes von Bio- Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung in NRW’. Die steigende Nachfrage von Restaurants, Hotels und Großküchen nach biologisch erzeugten Produkten aus der Region gilt als wichtiger Baustein für eine klimaschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise.

Gemeinsam mit dem DEHOGA Nordrhein-Westfalen, dem BioMentoren-Netzwerk und wichtigen Marktakteuren stärkt das nordrhein-westfälische Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium mit der Initiative die Vorreiterrolle und Vorbildfunktion von Nordrhein-Westfalen im deutschen Bio-Außer-Haus-Markt. Ziel der Initiative ist die Stärkung des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten im Außer-Haus-Markt in NRW und damit die Förderung einer klimaschonenden und nachhaltigen Wirtschaftsweise.

Mit insgesamt sieben Modulen werden Gastronomie und Großküchen, Lieferpartner, Ausbildungseinrichtungen und Gäste über Bio-Produkte und deren Einsatz in Profiküchen informiert und für ein nachhaltiges Wirtschaften sensibilisiert. Den Rahmen bilden zwei Info-Veranstaltungen zu Beginn und Ende der Initiative, ein Praxis-Workshop für Köche, ein Workshop für Erzeuger, Hersteller und Händler sowie eine Exkursion für Personal- und Betriebsräte.

Für die Ansprache der Gäste wird im Juni parallel zur UN-Konferenz Rio+20 eine regionale Bio-Themenwoche umgesetzt, mit der auch die Bedeutung von regionalen Bio-Produkten für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung hervorgehoben wird. Mit dem Modul „Bio auf Probe“ werden Küchen bei der Einführung von Bio-Produkten und der Umsetzung der Bio-Zertifizierung begleitet.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Beobachtung, dass viele an Bio-Produkten interessierte Gastronomen die Bio-Zertifizierung als Hemmnis für den Bio-Einstieg betrachten und vor einer Zertifizierung erst einmal die Beschaffungsmöglichkeiten und die Akzeptanz bei den Gästen prüfen möchten. Im Rahmen der Initiative können Gastronomen eine begrenzte Zeit mit Bio-Produkten arbeiten und wirtschaften, um sich dann mit praktischer Erfahrung für den kontinuierlichen Bio-Einsatz und die Bio-Zertifizierung entscheiden zu können.

Das Modul „Bio in der Ausbildung“ knüpft an frühere Maßnahmen an, mit denen in NRW besonders Ausbildungsbetriebe für Köche und andere gastronomische Berufe bei der Gestaltung von Lerneinheiten zu den Themen Bio und Nachhaltigkeit unterstützt wurden. Mit einer Befragung aller Berufskollegs wird zunächst erhoben, in welcher Form und welchem Umfang das Thema Bio eine Rolle spielt. Anschließend wird eine beispielhafte Lerneinheit entwickelt und erprobt sowie ein Leitfaden erstellt, der die Einbindung des Themas in den Unterricht erleichtern soll.

Die Auftaktveranstaltung am 27. April im Lippeschlößchen in Wesel richtet sich an Inhaber, Geschäftsführer und Küchenchefs aus Gastronomie und Hotellerie, Verpflegungsverantwortliche aus der Gemeinschaftsverpflegung sowie Fachlehrer aus Berufskollegs. Die Teilnehmer erfahren aus erster Hand, wie sich das Bio-Angebot in Gastronomie und Großküchen in NRW und Deutschland entwickelt, lernen interessante Bio-Anbieter aus der Region und darüber hinaus persönlich kennen und erfahren, welche Themen zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Gastronomie gehören, wer sie bei der Umsetzung unterstützt und welcher Aufwand entsteht. Außerdem präsentieren die BioMentoren Martin Friedrich, Christoph Reingen und Ullrich Langhoff feine Spezialitäten mit regionalen Bio-Produkten und geben Ihren Kollegen Tipps zur Einführung oder Ausweitung des eigenen Bio-Angebotes.

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