Gesunde Ernährung
Studie: Gut jeder Vierte isst täglich Obst und Gemüse
Jüngere trinken viele Süßgetränke, Männer essen mehr Fleisch
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Wie gesund ernähren sich die Menschen in Deutschland? Eine Befragung von 2.000 Erwachsenen im Auftrag von Juniper, Anbieter von Programmen zur Gewichtsreduktion, zeigt Verbesserungspotenzial mit Blick auf Obst und Gemüse sowie beim Konsum von Süßgetränken. Besonders junge Erwachsene greifen oft zu zuckerhaltigen Getränken und essen vergleichsweise selten Obst und Gemüse.
Im Durchschnitt erreichen die Befragten einen sogenannten Healthy Diet Score von 65,76 von 100 möglichen Punkten. Zwar essen rund 52 Prozent mindestens fünfmal pro Woche Obst und Gemüse, doch nur knapp 29 Prozent kommen auf mindestens sieben Verzehrgelegenheiten wöchentlich. Gut 21 Prozent essen Obst und Gemüse höchstens ein- bis zweimal pro Woche.
Was Fleisch angeht, so landet es bei 18 Prozent mindestens fünfmal pro Woche auf dem Teller. Fisch oder Meeresfrüchte stehen bei knapp der Hälfte (49 Prozent) mindestens einmal wöchentlich auf dem Speiseplan, während rund 13 Prozent vollständig darauf verzichten. Während 54 Prozent ein- bis zweimal pro Woche Süßigkeiten oder Chips essen, greifen 21 Prozent mindestens fünfmal die Woche zu solchen Snacks.
Beim Trinken zeichnet sich ein gemischtes Bild. 61 Prozent trinken täglich mindestens 1,5 Liter Wasser, ein Drittel weniger. Bei Süßgetränken bleiben 70 Prozent unter einem Liter am Tag, 28 Prozent trinken allerdings täglich einen Liter oder mehr; 29 Prozent verzichten ganz auf den Konsum.
Fast 36 Prozent der Befragten wissen nicht, wie viele Kalorien sie täglich zu sich nehmen, und 56 Prozent folgen keiner besonderen Ernährungsweise. Eine proteinreiche Ernährung verfolgen 17 Prozent der Studienteilnehmer, fast elf Prozent setzen auf Low-Carb, während sich nur acht Prozent vegetarisch oder vegan ernähren. Dagegen greifen gut 71 Prozent regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln, am häufigsten zu Magnesium (45 Prozent) und Vitamin D (40 Prozent).
Junge Erwachsene ernähren sich am ungesündesten
Mit dem Alter steigt auch der Healthy Diet Score: Die 18- bis 24-Jährigen erreichen 61,53 Punkte, die über 55-Jährigen 67,37. Dabei zeigt sich der größte Unterschied beim Konsum von Süßgetränken: 43 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 46 Prozent der 25- bis 34-Jährigen trinken täglich einen Liter oder mehr – bei den über 55-Jährigen geben dies nur knapp 17 Prozent an.
Die Jüngsten essen zudem am häufigsten Fleisch, 29 Prozent mindestens fünfmal pro Woche (über 55: 13 Prozent), und am seltensten Obst und Gemüse (45 Prozent mindestens fünfmal pro Woche). Fast jeder Vierte von ihnen hat nie Fisch auf dem Speiseplan.
Gleichzeitig achten Jüngere bewusster auf ihre Ernährung: 15 Prozent der 18- bis 24-Jährigen leben vegetarisch oder vegan (über 55: vier Prozent) und nur 18 Prozent wissen nicht, wie viele Kalorien sie täglich zu sich nehmen (über 55: 46 Prozent).
Männer und Frauen: gleicher Score, andere Gewohnheiten
Im Score liegen Männer (65,82 Punkte) und Frauen (65,70) nahezu gleichauf – doch sie ernähren sich unterschiedlich. Männer essen deutlich häufiger Fleisch (23 Prozent mindestens fünfmal pro Woche, Frauen: 14 Prozent), aber auch öfter Fisch (54 Prozent mindestens einmal pro Woche, Frauen: 45 Prozent) und trinken mehr Wasser (66 Prozent mindestens 1,5 Liter täglich, Frauen 56 Prozent).
Frauen greifen dagegen häufiger zu Obst und Gemüse (55 Prozent mindestens fünfmal pro Woche, Männer: 49 Prozent) und verzichten eher ganz auf Süßgetränke (32 Prozent, Männer: 26 Prozent). Allerdings snacken sie mehr: 24 Prozent essen mindestens fünfmal pro Woche Süßigkeiten oder Chips, im Vergleich zu 19 Prozent bei den Männern.
Auch zwischen den Bundesländern zeigen sich Unterschiede. Brandenburg führt mit 69,48 Punkten vorm dem Saarland (68,60) und Thüringen (67,49). In Brandenburg trinken 73 Prozent täglich mindestens 1,5 Liter Wasser und 42 Prozent essen mindestens siebenmal pro Woche Obst und Gemüse. Die Schlusslichter bilden Schleswig-Holstein (Score: 64,78), Nordrhein-Westfalen (64,60) und Hamburg (63,12).







