Agrarpolitik
Wissenschaftlicher Beirat unterstützt Gesetz zur Rettung der Natur
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßt Stellungnahme
Der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und genetische Ressourcen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat heute die neue Stellungnahme ‚Gemeinsame Agrarpolitik und Wiederherstellungsverordnung zusammen denken‘ veröffentlicht. Demnach müssten die Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf die Ziele der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law) ausgerichtet werden. Konkret solle Deutschland sich bei den GAP-Verhandlungen für ein verbindliches Mindestbudget für umweltbezogene Zahlungen einsetzen. Diese Forderung wird vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) unterstützt.
„Die europäische Politik muss gerade in Zeiten knapper Kassen für gesellschaftliche Akzeptanz der Agrarförderung sorgen“, betont die BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres. Deutschland solle sich daher dafür einsetzen, dass die GAP-Mittel an Umweltleistungen geknüpft werden. Mit der Forderung des Beirats, darüber hinaus Anreize zu finanzieren, damit Landwirte einkommenswirksam im Einklang mit der Natur wirtschaften können, werde eine Forderung der Bio-Branche aufgegriffen. Solche Anreize seien nötig, damit die Bundesrepublik ihr Ziel von 30 Prozent Ökolandbau erreicht.
Konkret würdigt der Beirat den Ökolandbau in seiner Stellungnahme als „sinnvollen Baustein einer abgestimmten und ganzheitlichen Strategie in der Agrarumweltpolitik“. „Mit einer stärkeren Förderung des Ökolandbaus würde Deutschland also aus wissenschaftlicher Sicht seiner umweltpolitischen Verantwortung gerecht“, folgert Andres.







