Start / News / Bio-Tops / Bündnis fordert Maßnahmen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Agrarwende

Bündnis fordert Maßnahmen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

12-Punkte-Plan zum politischen Erntedank vorgestellt

Zum heutigen politischen Erntedank haben 20 Bio-, Umwelt- und Tierschutzverbände eine Zwölf-Punkte-Strategie für eine zukunftsfähige Ernährungs- und Agrarwirtschaft veröffentlicht. Gefordert wird die Honorierung von Umweltleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die Abkehr von flächengebundenen Direktzahlungen. Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur soll zügig umgesetzt und die Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moorflächen beschleunigt werden.

Weitere Punkte betreffen die Einführung eines Pestizidreduktionsprogramms samt Pestizidabgabe, eine Düngegesetzgebung zur effektiven Minderung von Stickstoff- und Phosphorüberschüssen und die Stärkung des Ökolandbaus, etwa über mehr Mittel für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) sowie die Ökolandbau-Forschung.

„Die Zivilgesellschaft will mehr Tierwohl und Artenschutz. Gemeinsam fordern wir die Politik dazu auf, Bio zu stärken“, betont Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Es geht um das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen in Deutschland!“

Dazu gehört auch die baldige Einführung einer verbindlichen Tierhaltungskennzeichnung, für die sich das Bündnis die Ausweitung auf die Außer-Haus-Verpflegung sowie mittelfristig alle Tierarten wünscht. Um der Wahlfreiheit und dem Vorsorgeprinzip gerecht zu werden, werden wirksame Regelungen zur Kennzeichnung Neuer Gentechnik gefordert. Außerdem verlangen die beteiligten Organisationen wirksame Regeln für faire und kostendeckende Erzeugerpreise sowie die Förderung von gesunden und nachhaltigen Ernährungsumgebungen.

Zu den Unterzeichnern gehören neben dem BÖLW auch die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis, der Deutsche Naturschutzring (DNR), die Albert Schweitzer Stiftung, Greenpeace und das Umweltinstitut München.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Öko-Förderung oder Handbremse für die Agrarwende?

Bios und Grüne kommentieren den Koalitionsvertrag

Öko-Förderung oder Handbremse für die Agrarwende? © stock.adobe.com/maxbelchenko

Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD steht. Auf das gestern veröffentlichte Papier unter dem Titel ‚Verantwortung für Deutschland‘ gibt es von Seiten des Öko-Sektors und grünen Politikern gemischte Reaktionen. Die Bio-Branche begrüßt das Bekenntnis zum Ökolandbau, die Gentechnikfrei-Bewegung den Stellenwert von Verbraucherschutz und Transparenz. Insgesamt seien die Weichen für eine zukunftsfähige Agrarwende jedoch enttäuschend, bemängelt Staatssekretärin Ophelia Nick.

10.04.2025mehr...
Stichwörter: Ernährungswende, Verbände, BÖLW, Förderung, Gesellschaft, Agrarpolitik, Ökolandbau, Transparenz, GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Agrarwende, Ernährungspolitik, Düngeverordnung, GAP, Pestizidausstieg, EU-Renaturierungsgesetz, Neue Gentechnik, Bündnis

Verbände fordern Kurswechsel für eine krisenfeste Landwirtschaft

BÖLW und AbL positionieren sich vor der Agrarministerkonferenz

Vor der am morgigen Mittwoch beginnenden Agrarministerkonferenz (AMK) fordern der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Stärkung einer krisenfesten Landwirtschaft. Der BÖLW betont die Bedeutung des Ökolandbaus für eine resiliente Lebensmittelwirtschaft, die AbL die Wichtigkeit von vielfältigen Landwirtschaftsbetrieben und regionalen Wirtschaftskreisläufen.

17.03.2026mehr...
Stichwörter: Ernährungswende, Verbände, BÖLW, Förderung, Gesellschaft, Agrarpolitik, Ökolandbau, Transparenz, GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Agrarwende, Ernährungspolitik, Düngeverordnung, GAP, Pestizidausstieg, EU-Renaturierungsgesetz, Neue Gentechnik, Bündnis

Bio-Empfang auf der Grünen Woche: Streit um Umweltstandards und Gentechnik

Bundesumweltminister pocht auf Honorierung von Umweltleistungen

Bio-Empfang auf der Grünen Woche: Streit um Umweltstandards und Gentechnik © BÖLW

Der 10. Bio-Empfang des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf der Grünen Woche in Berlin führte zu einem Schlagabtausch über richtige Wege in der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Während Bundesumweltminister Carsten Schneider sich für die Honorierung von Umweltleistungen in der Agrarpolitik aussprach, warb das Bundeslandwirtschaftsministerium für gentechnische Lösungen. Alle Referenten hoben die Bedeutung der Bio-Branche für die Transformation der Landwirtschaft hervor.

20.01.2026mehr...
Stichwörter: Ernährungswende, Verbände, BÖLW, Förderung, Gesellschaft, Agrarpolitik, Ökolandbau, Transparenz, GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Agrarwende, Ernährungspolitik, Düngeverordnung, GAP, Pestizidausstieg, EU-Renaturierungsgesetz, Neue Gentechnik, Bündnis


‚Wir haben es satt!‘-Bündnis protestiert für zukunftsfähige Landwirtschaft

Kundgebung zur Sonder-Agrarministerkonferenz

10.07.2025mehr...
Stichwörter: Ernährungswende, Verbände, BÖLW, Förderung, Gesellschaft, Agrarpolitik, Ökolandbau, Transparenz, GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Agrarwende, Ernährungspolitik, Düngeverordnung, GAP, Pestizidausstieg, EU-Renaturierungsgesetz, Neue Gentechnik, Bündnis

„Nur starke Bauern machen starken Umweltschutz“

Thomas Lang spricht bei Anhörung im bayerischen Landtag zur Agrarförderung

03.04.2025mehr...
Stichwörter: Ernährungswende, Verbände, BÖLW, Förderung, Gesellschaft, Agrarpolitik, Ökolandbau, Transparenz, GAP Gemeinsame EU-Agrarpolitik, Tierhaltungskennzeichnung, Agrarwende, Ernährungspolitik, Düngeverordnung, GAP, Pestizidausstieg, EU-Renaturierungsgesetz, Neue Gentechnik, Bündnis