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Öko-Geflügelzüchtung

Züchtung von regionalen Zweinutzungshühnern

Projekt RegioHuhn soll nachhaltige Eier- und Geflügelproduktion ermöglichen

Die Marktdominanz moderner Hühner-Hochleistungsrassen gefährdet nicht nur den Erhalt alter regionaler Hühnerrassen. Mit ihr ist auch das massenweise Töten der männlichen Küken verbunden. Im neuen Projekt RegioHuhn soll nun die Nutzbarkeit sechs lokaler und gefährdeter Hühnerrassen für nachhaltige Geflügelproduktion untersucht werden.

Umgesetzt wird RegioHuhn durch das Friedrich-Loeffler-Institut für Nutztiergenetik in Mariensee (FLI-ING), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL/BaySG Kitzingen), die Universität Bonn und die Fachberatung für Naturland. Das dreijährige Projekt will einen neuen Weg für eine nachhaltigere regionale Geflügelproduktion aufzeigen.

Die alten Hühnerrassen zeichnen sich vor allem durch ihre größere Robustheit aus, bleiben als traditionelle Zweinutzungshühner in der Leistung jedoch weit hinter den modernen Lege- und Mastlinien zurück. Durch Kreuzung mit Tieren aus Leistungszuchten sollen deshalb sogenannte Gebrauchskreuzungen gefunden werden, die für eine auch wirtschaftlich tragfähige Haltung in einer regionalen landwirtschaftlichen Praxis geeignet sind. Sie werden sowohl einer Legeleistungsprüfung als auch einer Mast- und Schlachtleistungsprüfung unterzogen. Private Züchter unterstützen das Projekt mit der Bereitstellung von Bruteiern.

„Wir hoffen Zweinutzungshühner zu finden, die sowohl eine gute Leistung bringen als auch einfach zu halten sind“, erläutert Werner Vogt-Kaute von der Fachberatung für Naturland. Um den Praxisbezug des Projekts sicherzustellen, würden verschiedene Naturland Betriebe mit Geflügelhaltung und Direktvermarktung in das Projekt eingebunden. Sie sollen die Leistung der Tiere sowie die Vermarktung der Produkte mit Regionalbezug in der Praxis erproben.


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