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Ökobarometer 2019 mit starken Zahlen

Die Hälfte aller Deutschen kauft regelmäßig Bio

Nach dem aktuellen Ökobarometer des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat die Akzeptanz von Bio-Lebensmitteln dramatisch zugelegt. In der jährlichen repräsentativen Telefonumfrage zum Biokonsum der Deutschen gaben 49 Prozent der Befragten an, häufig oder ausschließlich zu Bio-Produkten zu greifen. Im Jahr 2018 waren es nur 28 Prozent. Und 90 Prozent wollen auch in Zukunft, zumindest gelegentlich, zu Bio-Lebensmitteln greifen.
 

Gleich geblieben sind die Orte, an denen Bio eingekauft wird. An der Spitze steht immer noch der Supermarkt mit 88 Prozent, gefolgt vom Discounter mit 72 Prozent. Den Naturkostladen (52 Prozent) und Bio-Supermarkt (43 Prozent) sucht etwa die Hälfte aller Kunden zum Bio-Einkauf auf. Auch da hat sich gegenüber 2018 so gut wie nichts geändert. Die Käufe im Internet sind mit sechs Prozent ebenfalls auf demselben Stand geblieben.

Wenig geändert hat sich auf den ersten Blick auch bei den Beweggründen für den Kauf von Bio-Produkten. Die ersten Plätze nehmen wieder artgerechte Tierhaltung (95 Prozent) und Regionalität (93 Prozent) ein. 90 Prozent der Käufer legen Wert auf weniger Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffe und die Vermeidung von Pflanzenschutzmittelrückständen.

Bei einem der wichtigsten Kriterien gab es einen enormen Anstieg in der Wertschätzung: Die Einhaltung von Sozialstandards und das Erzielen eines fairen Einkommens für den Erzeuger landete aktuell auf Platz Drei der Beweggründe (92 Prozent). Noch 2018 spielte das für nur 47 Prozent eine Rolle. Und auch was Qualität angeht, hat Bio überzeugt: Das Argument Geschmack spielt nun für 83 statt 67 Prozent der Käufer eine Rolle und die optimale Frische und Qualität der Produkte wissen inzwischen 84 Prozent statt 46 Prozent zu schätzen.

Das Schwerpunktthema 2019 war Regionalität: Regionale Lebensmittel liegen sowohl bei konventioneller als auch Bio–Ware hoch im Kurs. Für fast 80 Prozent der Befragten ist es bei Bio-Produkten wichtig, dass diese zusätzlich aus der Region stammen – zwei Drittel der Käufer beschränken diese Aussage aber auf bestimmte Lebensmittelgruppen. Im Supermarkt wählen etwa drei Viertel bewusst regionale Lebensmittel. Zwei Drittel kaufen regionale Lebensmittel direkt beim Erzeuger, zum Beispiel im Hofladen oder auf dem Markt. Für rund 80 Prozent sei das Angebot an regionalen Lebensmitteln in der erreichbaren Umgebung durchaus ausreichend. Über 90 Prozent der Kunden sind mit Qualität, Aussehen oder Geschmack der regionalen Produkte zufrieden.

Allerdings empfanden auch etwa 40 Prozent der Umfrage-Teilnehmer regionale Produkte als zu teuer. Vor allem die Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren hat Probleme mit dem Preis. Besonders gefragte Lebensmittelgruppen sind weiter Bio-Eier und Bio-Obst und –Gemüse mit jeweils 66 Prozent. Die größten Nachfrageveränderungen gab es bei Bio-Brotwaren und Bio-Kartoffeln. Im Vergleich zum Vorjahr gaben zehn bzw. 13 Prozent mehr der Befragten an, diese Produkte nun regelmäßig in Bio zu kaufen.

Das vollständige Ökobarometer 2019 kann auf der Website der BLE heruntergeladen werden (https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaerung/ oekobarometer2019.pdf).

Elke Reinecke

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