Start / Ausgaben / bioPress 93 - Oktober 2017 / Öko-Lebensmittel gemeinsam stärken

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Öko-Lebensmittel gemeinsam stärken

Bundesminister Christian Schmidt im Gespräch mit AöL-Vorständen beim Babynahrungshersteller HiPP

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt besuchte am 24. Juli den Babynahrungshersteller HiPP in Pfaffenhofen a.d. Ilm. Im bilateralen Gespräch mit dem Vorstand der AöL (Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller) und dem Babynahrungshersteller und AöL-Mitgliedsunternehmen HiPP, erörterte Schmidt aktuelle Fragen der ökologischen Lebensmittelherstellung.

„Der Ökolandbau hat sich neben dem konventionellen Landbau als wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft etabliert. Mein Ziel ist, dass die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten stärker durch die heimische Produktion abgedeckt werden kann. Wir brauchen in Europa einen Rechtsrahmen für den Ökolandbau, der das dynamische Wachstum der Branche nicht ausbremst. Dafür mache ich mich bei den Verhandlungen zur Revision der EU-Öko-Verordnung weiterhin stark“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.  

Der Vorstand der AöL bedankte sich bei Bundesminister Schmidt undseinem Team für deren Einsatz und das engagierte Mitwirken an der Revision. „Im Gespräch mit dem Minister wurde deutlich, dass weitgehend Übereinstimmung zu den Ergebnissen dieser Revision besteht. Wir vertrauen auf das Versprechen des Ministeriums, dass strittige Punkte, wie der Artikel 20b, noch gelöst werden“, so der geschäftsführende Vorstand der AöL, Dr. Alexander Beck.

Weitere Themen im Ministergespräch waren Herkunftskennzeichnung, Ernährungsbildung, digitaler Handel und das Qualitätsverständnis der Öko-Hersteller.

„Unser Anspruch besteht vor allem in der ständigen Verbesserung der Prozessqualität bei der Herstellung ökologischer Lebensmittel“, so AöL-Vorstand und Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu, Susanne Horn. So legen die Mitglieder der AöL Wert auf natürliche Rohstoffe und eine wertschonende Verarbeitung unter Einbeziehung der technologischen Entwicklung.

„Diese Qualität muss transparent sein. Deswegen sehen wir Öko-Hersteller auch eine Verantwortung in der Herkunftskennzeichnung. Gerade im Fleischbereich ist die Herkunft der Tiere eindeutig nachvollziehbar und sollte dementsprechend gekennzeichnet werden“, so AöL Vorstand und Geschäftsführer von Friland J. Hansen, Jürgen Hansen. Gastgeber Stefan Hipp bestätigte das Engagement für Transparenz auch bei den Babynahrungsherstellern.

Der kompetente Dialog zwischen Politik und Öko-Herstellern erwies sich an diesem Montag einmal mehr als ein wichtiger Impuls, um Öko-Lebensmittel langfristig zu stärken.


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