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Auf den Tisch statt in die Tonne

Deutsche Verbraucher denken mit: Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag von tegut... werfen nur 17 Prozent der Befragten abgelaufene Lebensmittel sofort in den Müll. Die Mehrheit prüft.

Das Haltbarkeitsdatum ist überschritten, die Ware verdorben oder die zu große Packung nicht aufgebraucht – die Ursachen für die hohe Wegwerfrate von Nahrungsmitteln sind vielfältig. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Rund 10 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll – vieles davon noch originalverpackt. Bei solch gigantischen Summen könnte der Eindruck entstehen, deutsche Verbraucher gingen allzu verschwenderisch mit ihrer Nahrung um.

Eine Emnid-Umfrage im Auftrag von tegut... offenbart jedoch ein anderes Bild. Auf die Frage, wie sie es mit abgelaufenen Lebensmitteln halten, gaben 81 Prozent an, diese zu prüfen und gegebenenfalls noch zu verwerten. Lediglich 17 Prozent werfen sie sofort in den Müll. Dabei ist das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln bei Verbrauchern ab 50 Jahren besonders ausgeprägt: Während 22 Prozent der 14- bis 29-Jährigen abgelaufene Packungen sofort entsorgen, tun dies nur rund 13 Prozent der über 50-Jährigen. Überraschend: In Westdeutschland werfen 16 Prozent abgelaufene Speisen unbesehen weg – in Ostdeutschland 23 Prozent.

Umdenken zahlt sich aus

Für den Handel ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ebenso eine He­rausforderung: Einerseits erwarten Kunden bis zum Ende des Tages eine Vielfalt an frischer Ware, andererseits sind bestimmte Produkte wie zum Beispiel Backwaren am nächsten Tag nicht mehr verkaufsfähig. Ein Thema, mit dem sich der Lebensmittelhändler tegut... aus Fulda intensiv beschäftigt.

Dort prüfen die Experten des Bereichs Qualität und Umwelt gemeinsam mit dem tegut... Kundenrat, inwieweit es „zumutbar“ ist, kurz vor Ladenschluss nicht die gleiche Vielfalt zu bieten wie am Morgen. Parallel setzt sich das Unternehmen für kleinere Packungen im Handel ein, um den Kunden vernünftige Größen anbieten zu können.
Unstrittig ist: Ohne Schulterschluss von Lebensmittelhändler und Verbraucher geht es nicht. „Anbau, Produktion, Transport und Vernichtung von Lebensmitteln verbrauchen viel Energie und belasten unsere Umwelt“, sagt tegut... Vorstand Thomas Gutberlet. „Gelingt es uns, den Abfall zu reduzieren, leisten wir einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz“. Der bewusste Konsum zahlt sich für den Verbraucher mehrfach aus: Indem er beim Kauf, der Verarbeitung und Lagerung planvoll vorgeht, kann er guten Gewissens sogar rund 300 Euro im Jahr sparen.

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