Veranstaltung
Aktionswoche für die Weide
Hirten und Weidetierhalter protestieren in Brüssel und Berlin
© stock.adobe.com / Richard Semik
Während das Dürrejahr 2026 auch für Weidetierhalter höhere Kosten und weniger Planungssicherheit bedeutet, steht die politische Förderung der Weidehaltung auf der Kippe. Mit einer Aktionswoche vom 11. bis 15. Oktober protestiert die Organisation Aktion Agrar für eine verlässliche Unterstützung und die Rettung der Weideprämie.
Den Auftakt bildet am 11. Oktober die Feier des 50-jährigen Jubiläums der Domäne Dahlem in Berlin, bei der Aktion Agrar über ihre Arbeit informiert. Gleichzeitig findet in Kooperation mit dem FLINTA*-Kollektiv Schwerin ein Ausflug auf die Weide des Hofs Rosinenberg (nahe Schwerin) statt, inklusive Workshop zur Käse- und Tofu-Herstellung.
Es folgt am 13. Oktober der Abschluss des deutschen Hirtenzugs in Brüssel. Dabei handelt es sich im Rahmen des von der UN ausgerufenen Internationalen Jahrs der Weidelandschaften und des Hirtentums um eine bundesweite Aktion, mit der Schäfereien in Deutschland für bessere Bedingungen der Weidehaltung demonstrieren. Zum Abschluss werden Beteiligte aus verschiedenen EU-Ländern erwartet. Ein gemeinsamer Hirtenzug zum EU-Parlament und ein Podium mit Europaabgeordneten sind geplant.
Weiter geht es am 14. Oktober in Berlin, wo die Themenwoche zum Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) endet. Beim Bundesumweltministerium will Aktion Agrar mit einem Appell samt Unterschriftensammlung sowie lebensgroßen Pappschafen auf die Rolle der Weidehaltung beim Erhalt vielfältiger Landschaften sowie Natur- und Klimaschutz aufmerksam machen.
Am 15. Oktober richtet sich der Blick schließlich auf den Bundestag, der in 1. Lesung über das Bürokratieabbaugesetz für die Landwirtschaft beraten wird. Im Zuge dessen sollen die beiden ursprünglich für 2027 vorgesehenen Öko-Regelungen zur Weidehaltung von Milchkühen und zum Biotopverbund gestrichen werden. Aktion Agrar und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) protestieren und fordern eine verlässliche Unterstützung der Weidehaltung. Die AbL plant eine Pressekonferenz auf der Reichstagswiese, zu der drei Milchbauern zugeschaltet werden und aus der Praxis berichten sollen.
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