Markt
Bio-Kartoffeln: Erzeuger fordern höheren Preis für Lagerware
Wendenknolle und Bio Kartoffel Nord sehen heimische Erzeugung unter Druck
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Die Bio-Kartoffelbranche blickt auf eine Ernte mit regional teils unterdurchschnittlichen Ergebnissen zurück, während die Nachfrage nach heimischen Bio-Kartoffeln stabil bleibe. Gleichzeitig stellten steigende Produktions-, Lager- und Energiekosten die Erzeugerbetriebe vor zunehmende wirtschaftliche Herausforderungen. Das berichten die norddeutschen Erzeugergemeinschaften Bio Kartoffel Nord GmbH & Co. KG und Wendenknolle w.V.
Auf die schwierige Marktsituation nach der Ernte 2025 hätten Bio-Betriebe mit einer Reduzierung der Anbauflächen reagiert. Umso wichtiger sei es nun, die verbleibenden Anbauflächen langfristig wirtschaftlich zu sichern und die Voraussetzungen für eine verlässliche Versorgung mit heimischer Bio-Ware zu erhalten.
„Die Lagerung von Biokartoffeln ist für unsere Betriebe eine zentrale Voraussetzung, um den Handel möglichst ganzjährig mit heimischer Ware beliefern zu können“, betont Patrick de Mol, Geschäftsführer der Wendenknolle. Angesichts steigender Kosten, zunehmender Risiken bei der Lagerung und der Anforderungen an die Qualität sei eine angemessene Vergütung dieser Leistung notwendig. Auch Carsten Niemann, Geschäftsführer von Bio Kartoffel Nord, warnt, die reduzierten Anbauflächen würden sich auf die Verfügbarkeit auswirken.
Vor dem Hintergrund des finanziellen und betrieblichen Aufwands der Lagerung halten Bio Kartoffel Nord und Wendenknolle eine Anpassung der Erzeugerpreise für Lagerware ab Mitte Oktober für notwendig. Ein entsprechender Lageraufschlag könne dazu beitragen, die gestiegenen Kosten der Lagerhaltung zu honorieren und zugleich Anreize für einen zukunftsfähigen Bio-Kartoffelanbau zu schaffen.







