Ökolandbau
Bio-Kartoffelfläche geht um zehn Prozent zurück
BKE-Mitglieder reagieren auf Überversorgung im Vorjahr
© Jan Ommen
Die Mitgliedsbetriebe des Bio Kartoffel Erzeuger e.V. (BKE) haben ihre Anbauflächen für die Ernte 2026 um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Als Grund nennt der BKE die überdurchschnittliche Rohwarenversorgung in der vergangenen Saison, die zu einem starken Preisdruck für die Landwirte geführt hat. Die Höhe der diesjährigen Erträge ist derzeit noch offen.
Anfang Juni ist in der Pfalz die neue Bio-Kartoffelsaison gestartet. Erste Ertragsergebnisse fallen nach Angaben des BKE zufriedenstellend aus. In den Anschluss- und Lagerregionen befinde sich das Wachstum in vollem Gange.
Für endgültige Ertragsprognosen sei es Anfang Juli allerdings noch zu früh. Regional waren die Witterungsbedingungen sehr unterschiedlich: Im Frühjahr gab es ergiebige Niederschläge im Norden, Westen und einigen neuen Bundesländern, während in Süddeutschland wochenlange Trockenphasen vorherrschten. In der Hitzewoche im Juni lagen die Temperaturen laut BKE weit über dem für Kartoffeln erträglichen Niveau, was die diesjährigen Erträge und Qualitäten beeinträchtigen könnte. Wie sich die Bestände tatsächlich entwickeln, sollen die bundesweiten Vorerntebonituren des BKE in den kommenden Wochen zeigen.
Der Bio Kartoffel Erzeuger e.V. ist eine Interessenvertretung von rund 250 Betrieben, die nach den Richtlinien der Bio-Anbauverbände Bio-Kartoffeln und Bio-Zwiebeln erzeugen.







