Ernährungspolitik
BfR, MRI und BZfE sollen zusammengeführt werden
Neues Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung geplant
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant eine Neuordnung seiner Behörden im Bereich Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sollen in einem neuen Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung zusammengeführt werden. Ziel sei es, wissenschaftliche Kompetenzen zu bündeln und Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten. Im Jahr 2029 soll das neue Institut seine Arbeit aufnehmen.
Nach Angaben des BMLEH sollen in der neuen Einrichtung die Aufgaben in den Bereichen Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit, Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung zusammengeführt werden. Damit werde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl die Bewertung von Chemikalien, Produkten, Futtermitteln und Lebensmitteln als auch ernährungswissenschaftliche und epidemiologische Aspekte umfasse. Die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Beratung und Kommunikation im Bereich Lebensmittelsicherheit solle dabei erhalten und auf den Bereich Ernährung ausgeweitet werden.
Durch die Zusammenführung der Nationalen Referenzlaboratorien erwartet das Ministerium eine höhere Leistungsfähigkeit in Forschung und Analytik. Auch die Verbraucher- und Wissenschaftskommunikation sollen künftig enger miteinander verzahnt werden.
Für die Gründung des neuen Bundesinstituts ist ein Errichtungsgesetz erforderlich. Zum 1. Januar 2028 ist bereits ein erster Umsetzungsschritt vorgesehen: Die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sollen in das BfR übergehen, während zentrale Aufgaben des bislang bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelten Bundeszentrums für Ernährung in das Max Rubner-Institut integriert werden.







