Nachhaltigkeit
AöL fordert Strategie zum Klimarisikomanagement in der Ernährungsbranche
Verband veröffentlicht neues Positionspapier
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Ernteausfälle, Dürreperioden und sinkende Nährstoffgehalte in Grundnahrungsmitteln: Der Klimawandel wird zunehmend zum zentralen Risiko für die Lebensmittelwirtschaft. Darauf weist die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) anlässlich eines aktuellen Factsheets des Europaabgeordneten Martin Häusling zur Ernährungssicherheit hin. Der Verband sieht dringenden Handlungsbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette und plädiert für einen Austausch von Ernährungswirtschaft und Politik.
„Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse stellt sich für die meisten unserer Mitgliedsunternehmen ‚Klima‘ als Hauptrisikofaktor heraus“, erklärt Pia Kissinger, Koordinatorin der Arbeitsgruppe Net Zero in der AöL. Die Nachhaltigkeitsexperten der Mitgliedsunternehmen fordern daher von der Bundesregierung und der Europäischen Kommission eine wertschöpfungskettenübergreifende Strategie zur Bewältigung der Klimarisiken.
Die Auswirkungen des Klimawandels seien bereits heute spürbar. Massive Ernteausfälle in Kaffee- und Kakaoanbaugebieten hätten zu erheblichen Preissteigerungen geführt. Gleichzeitig gerieten auch europäische Landwirtschaftsbetriebe durch Dürre, Starkregen und Schädlingsbefall unter Druck. Langfristig bedrohten zudem sinkende Gehalte an wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Zink in Getreidepflanzen, verursacht durch steigende CO2-Werte, die globale Ernährungssicherheit.
Viele Unternehmen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft unterstützen bereits ihre Lieferanten bei Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen. Dennoch zeigen aktuelle Klimarisikoanalysen laut AöL einen erheblichen zusätzlichen Investitionsbedarf. Die finanziellen Spielräume vieler Betriebe reichten angesichts steigender Kosten und zunehmender Marktverwerfungen nicht aus, um notwendige Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz alleine zu stemmen.
Vor diesem Hintergrund fordert die AöL einen Round Table der Lebensmittelwirtschaft, um über die strategische Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zur Eindämmung von Risiken des Klimawandels und zum Erhalt der Ernährungssicherheit zu sprechen.
Notwendige Maßnahmen hat der Verband in einem Positionspapier zusammengefasst.







