Außer-Haus-Verpflegung
Vom Hof in die Kantine: Studie erfasst Lieferstrukturen
Forschungsprojekt ‚SGV Bayern‘ startet Befragung von Lieferanten
© KErn_Maria lrl
Das Forschungsprojekt ‚SGV Bayern‘ geht in die zweite Phase: Nach den Verpflegungsverantwortlichen sind nun die Lieferanten gefragt. Ziel ist es, den Anteil regionaler und ökologischer Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung systematisch zu erfassen. Unternehmen können sich bis zum 26. Mai 2026 für die Befragung anmelden und erhalten im Gegenzug am Ende Zugang zu den Gesamtergebnissen.
Um den Einsatz regionaler und ökologischer Lebensmittel in Kantinen, Mensen und anderen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung gezielt zu steigern, sammelt das Forschungsprojekt ‚SGV Bayern – Strukturanalyse und Praxisempfehlungen für mehr Bio und Regio in der bayerischen Gemeinschaftsverpflegung‘ praxisnahe Daten.
Die Erhebung erfolgt in drei Schritten: Los ging es am 19. Januar mit einer Online-Umfrage unter Verpflegungsverantwortlichen sowie Caterern in allen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung. Die Lieferantenbefragung ist nun das zweite Element der Studie.
Teilnehmen können alle Unternehmen, die GV-Einrichtungen in Bayern beliefern: Großhändler, Handelsunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Erzeugergemeinschaften, Metzgereien, Molkereien und verarbeitende Betriebe sowie Unternehmen der Gemüsevorverarbeitung.
Kerninstrument ist ein standardisiertes ‚Liefertagebuch‘, in dem die Teilnehmer dokumentieren, welche Produkte sie in welchen Mengen an Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung liefern und ob diese regionaler und ökologischer Herkunft sind. In einer Online-Einführungsveranstaltung erfahren die Lieferanten, wie genau das Ausfüllen des Tagebuchs funktioniert, und erhalten weitere Informationen.
„Die Teilnahme bietet einen doppelten Mehrwert“, sagt Anja Erhart vom Forschungsinstitut für biologischen Anbau (FiBL). „Lieferanten leisten einen wichtigen Beitrag zur Datengrundlage für mehr Bio und Regionalität und erhalten zugleich kostenfreien Zugang zu den Gesamtergebnissen.“ Dadurch könnten sie das Marktpotenzial des eigenen Unternehmens in der Gemeinschaftsverpflegung besser einschätzen.
Das Projekt wird vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) geleitet und gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Deutschland e. V. sowie der Hochschule Fulda durchgeführt. Gefördert wird die Studie durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF).







