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Politik

Wirtschaftsbündnis fordert mehr Klimaschutz

Zehn Handlungsempfehlungen an die neue Bundesregierung

Ein Bündnis aus 24 Wirtschaftsverbänden hat gemeinsame Forderungen zur Bundestagswahl veröffentlicht. Von der kommenden Regierung erwarten sie eine deutlich ambitionierte Klimaschutzpolitik. Unter den Unterzeichnern sind wichtige Vertreter der Bio-Branche wie die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AöL), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sowie die Verbände Bioland, Demeter und Biokreis.

„Um das Klima zu schützen, brauchen wir eine Wirtschaft, die Klimaschutztechnologien bereitstellt und alle anderen Produkte und Dienstleistungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg klimaneutral produziert“, meint David Wortmann, Mit-Initiator von Entrepreneurs For Future, einer der Unterzeichner.

Die beteiligten Organisationen kommen aus vielen verschiedenen Branchen: von der (Bio-) Ernährungs- und Landwirtschaft über die Fahrradwirtschaft und E-Mobilitätsbranche bis hin zu Unternehmen der Digitalwirtschaft und Sektoren wie Maschinenbau oder Textilproduktion. Allein die Entrepreneurs For Future und Leaders for Climate Action stehen für über 6.000 Unternehmen, mit mehr als 500.000 Arbeitsplätzen und 50 Milliarden Euro Umsatz.

Allen Unterzeichnern ist es wichtig zu betonen, dass Wirtschaft und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Klimaschutz müsse als Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland begriffen werden. Doch dazu brauche es die entsprechenden Rahmenbedingungen von der Politik.

Für eine ambitionierte Klimapolitik formuliert das Bündnis folgende Handlungsempfehlungen:

  1. Lenkungswirksame CO2-Bepreisung
  2. Klima-Check für alle Gesetzes- und Investitionsvorhaben
  3. Abschaffung klimaschädlicher Subventionen
  4. Kohleausstieg bis 2030 (statt wie von der Regierung beschlossen 2038)
  5. Energiewende-Booster durch einen ambitionierteren Ausbau der Erneuerbaren Energien
  6. Ende der konventionellen Erdgasnutzung
  7. Klimaneutrale, vernetzte und moderne Mobilität
  8. Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft klimafreundlich machen, Ausbau des Ökolandbaus auf mindestens 30 Prozent bis 2030, inklusive Halbierung des Pestizid-Einsatzes
  9. Kreislaufwirtschaft
  10. Klimaneutrale und zukunftsorientierte Wirtschaft

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