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Regionalbewegungen fordern Platz im GAP-Strategieplan ein

Bund und Länder sollen die Rolle und damit einhergehend die Förderung der Verbände prüfen

Die zweite Säule der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union umfasst Förderprogramme, die unter anderem die ländliche Entwicklung betreffen. Von ihnen können Regionalinitiativen profitieren, die in Verbänden zusammengeschlossen sind. In einem Positionspapier formulierten sie ihre Forderungen im Rahmen des nationalen GAP-Strategieplans.

Um über die Förderprogramme der zweiten GAP-Säule aufzuklären, luden Regionalverbände zu einer Informationsveranstaltung ein. Veranstalter waren der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. (BRB), die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und das EU-Forschungsprojekt LIAISON.

Außerdem veröffentlichten die Verbände ein Positionspapier. Ihm zufolge sollten Bund und Länder die Möglichkeiten anerkennen, die Initiativen aus dem Umfeld der Regionalbewegung eröffnen würden. Dementsprechend sollten sie „die Förderberechtigung nicht ausschließlich für die klassische Agrarberatung formulieren“.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung machten die jeweiligen Verbände ihre Standpunkte klar. Brigitte Hilcher, stellvertretende Geschäftsführerin des BRB, sagte: „Für die Themen der Regionalbewegung - die Stärkung ländlicher Räume, Regionalvermarktung, regionale Wirtschaftskreisläufe und nachhaltige Landwirtschaft - sind die Förderung von Kooperationen, Vernetzung und Beratung der in der Regiobranche Aktiven enorm wichtig“.

Susanne von Münchhausen ist Projektleiterin des EU-Forschungsprojektes LIAISON, das das ‚Wissens- und Innovationssystem in der Land- und Forstwirtschaft‘ (Agricultural Knowledge and Innovation System, AKIS) stärken soll. Sie sieht in der AKIS Chancen, Verbände innerhalb der Regionalbewegung zu unterstützen, da sie Beratungs- und Vernetzungsdienstleistungen erbringen würden.

Bettina Rocha von der DVS bestätigt: „Die EU-Kommission sieht vor, dass in der neuen Förderperiode stärkere Netzwerke für die Wissensgenerierung und den Wissensaustausch sowie die Innovationsentwicklung in der Landwirtschaft geschaffen werden sollen“.

Sie fordern daher, dass die Bund- und Länderverantwortlichen jetzt prüfen müssen, welche Rolle ihre Verbände einnehmen könnten. Brigitte Hilcher wendete sich abschließend an die Länder, die den den Nationalen GAP-Strategieplan sowie den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) umsetzen: Hier müssten vor allem im Rahmen der förderrechtlichen Maßnahmen unter Artikel 71 ‚Zusammenarbeit‘ und Artikel 72 ‚Wissensaustausch und Information‘ entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden.

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