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Bio-Milch

20 neue Betriebe stellen auf Demeter um

Demeter Milchbauerngemeinschaft und Berchtesgadener Land suchen Bio-Bauern für die Umstellung auf Demeter

20 neue Betriebe stellen auf Demeter um

Piding, 23. Dezember 2020  |   Ihr Ziel 20 neue Demeter-Betriebe für die Genossenschaft zu gewinnen, hat die Molkerei Berchtesgadener Land erreicht. Doch damit ist die Suche nach Bauern*, die ihre Höfe auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umstellen wollen, längst nicht abgeschlossen. Die Molkerei Berchtesgadener Land sucht und setzt auch weiterhin auf Demeter-Milch. 

Bio ist aus der Nische längst herausgewachsen. Die Auswirkungen der mweltverschmutzung und des Klimawandels wurden unter anderem durch die ernüchternde Berichterstattung von Plastikinseln in unseren Meeren und die von Greta Thunberg initiierte Fridays for Future-Bewegung in die Mitte der Gesellschaft getragen. Dies zeigt sich immer mehr im Verbraucherverhalten, dem bewussten Konsum von nachhaltigen Produkten in Deutschland. Dass Bio längst kein kurzfristiger Hype mehr ist, zeigt auch das steigende Angebot an Bio-Produkten im konventionellen Handel sowie den Discountern.

Bei Berchtesgadener Land steigt die Nachfrage nach den Bio-Milchprodukten an. Aktuell werden rund 100 Millionen Kilo Bio-Milch jährlich von knapp 600 Bio-Betrieben entlang des Alpenkamms zwischen Salzach und Mangfall von der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land erfasst und verarbeitet. Besonders stark von der Nachfrage nach Bio-Produkten profitiert seit einiger Zeit die frische Demeter-Milch im Sortiment.

Florian Zielinski, zuständig für den Bio-Verkauf bei der Molkerei macht dafür mehrere Gründe verantwortlich: „Das Produkt zahlt auf viele Trends ein – da ist zum einen die Glas-Verpackung, die dem „no-plastik-Trend“ entspricht, dann die besonders schonende Verarbeitung ohne Homogenisierung und natürlich der bio-dynamische Landwirtschaft mit der besonderen Demeter-Milchqualität – die steigende Nachfrage konnte auch Corona nicht stoppen.“ Letzteres belegt auch eine von der GfK in Auftrag gegebene Umfrage, die zeigt, egal ob bezüglich Corona eher neutral, sehr besorgt oder nicht besorgt, bei allen Verbrauchergruppen stieg der Kauf von Bio-Produkten im 1. Quartal 2020 weiter an (Quelle: GfK ConsumerPanel FMCG).

Demeter-Milch weiter gesucht

Doch Demeter-Milch ist nur begrenzt vorhanden. Vor einem Jahr rief die Molkerei daher das Ziel „20 in 2020“ aus, also 20 neue Demeter-Betriebe in 2020 zu akquirieren. Gemeinsam mit dem Demeter-Verband warb sie aktiv um weitere Betriebe und hob Anfang des Jahres den Demeter-Zuschlag nochmals um 0,5 Cent auf nun 2 Cent pro Kilo Milch an. Erste Betriebe, die von Bio auf den höheren Standard Bio-Demeter umgestiegen sind, werden inzwischen bereits erfasst. Insgesamt konnte die Molkerei tatsächlich 20 umstellungswilligen Betrieben die Zusage zur Aufnahme in die Genossenschaft geben.

Mit ihrem Bio-Engagement kommt die Region auch der von der bayerischen Staatsregierung ausgerufenen Steigerung der biologisch bewirtschafteten Flächen entgegen. Heute schon erfasst und vermarktet die heimische Molkerei die Bio-Milch von knapp 600 Bio-Landwirten zwischen Watzmann und Zugspitze. Die Molkerei Berchtesgadener Land ist optimistisch, dass weitere Demeter zertifizierte Bio-Betriebe dazukommen werden.

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