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Babynahrung

Für die schnelle Küche

Bio-Qualität und TK passen prima zusammen

Fix und fertig geputzt und geschnitten punkten tiefgefro-rene Einzelkomponenten wie Gemüse und Kräuter mit großer Praktikabilität, ganzjähriger Verfügbarkeit sowie Frische und natürlichem Geschmack. Als „on-Top“ stammen die pflanzlichen  ̶ ebenso wie tierische  ̶  Produkte aus kontrollierter biologischer Landwirtschaft und zumeist regionaler Herkunft.

Noch nicht immer gehört Bio-Qualität zum Standard bei den Tiefkühlangeboten des Handels. Dabei steht eine reiche Auswahl zur Verfügung, vor allem Kräuter, Gemüse und Obst. Genauso wie sich diese flexibel für die kreative, schnelle Küche einsetzen lassen, gilt das für die verschiedenen herzhaften Kartoffelvarianten. Hochwertige Fisch-, Fleisch- und Geflügelprodukte ergänzen das Programm an Monoprodukten. Auf der anderen Seite wächst die Anzahl an Bio-Pizzen und anderen Fertiggerichten, die oft auch vegane Alternativen umfassen.

Dass Kunden trotzdem ziemlich oft vergeblich nach Bio suchen, führen die Händler auf den begrenzten Platz am POS zurück und Hersteller außerdem auf Rohwarenknappheit. So stellt unter anderem Kornkraft, Bio-Großhändler mit TK-Vollsortiment, hinsichtlich der aktuellen Marktsituation für Bio-TK besonders im Großküchenbereich immer wieder Deckungslücken fest. Ernteausfälle könnten nicht unbedingt über andere Quellen ausgeglichen werden. Michael Schmitz sagt hier: „Der Markt wird weiter expandieren. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch eine ausreichende Produktion der landwirtschaftlichen Rohstoffe in einwandfreier ökologischer Qualität.“

Ähnliches ist bei FRoSTA , die in Deutschland mit TK-Gerichten Marktführer sind, zu hören: „Die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Lebensmitteln wächst stetig. Und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, auch in der Kategorie Bio-Tiefkühlkost. Themen wie Herkunft und Regionalität werden dabei in Zukunft für den Verbraucher weiterhin noch an Relevanz gewinnen“, meint Produktmanagerin Sylwia Bocian zu den Chancen von gefrosteten Bio-Produkten.

Kräuter und Gemüse – frische Convenience mit Biss und Farbe

FRoSTa zählt neben Oerlemans und demeter Felderzeugnisse zu denen, die schon lange gefrorenes Bio-Gemüse führen. Mit Erbsen, Karotten, Brechbohnen und  einer Sommergemüse-Mischung hat FRoSTa vier, im Lebensmitteleinzelhandel generell stark nachgefragte Sorten gewählt.

Sylwia Bocian stellt fest, dass ihre Abnehmer sehr hohe Anforderungen an die Qualität der Bio-Produkte und die Herkunft der Zutaten zeigten. Der Hersteller reagiert darauf, indem er auf der einen Seite komplett auf Zusätze verzichtet und auf diese Weise zum Erhalt des natürlichen Geschmacks beitragen will. Auf der anderen Seite beziehen sie ausschließlich Gemüse aus Bioland-Anbau, wobei sie die genaue Herkunft der Zutaten über den sogenannten Zutatentracker auf einer eigens eingerichteten Internetseite offenlegen.

Bio-TK-Ware erfüllt den generellen Anspruch an einwand-freie Qualität. Verfärbungen, unappetitliche Enden, unsaubere Schnitte oder unregelmäßige und nicht der Verkehrsauffassung entsprechende Größen sind auch im Bioangebot nicht akzeptbel. Das zeigt sich gut bei Oerlemans aus Venlo. Als europaweit führender Anbieter von Gemüse, Kartoffeln und Obst aus ökologischem Anbau versorgen die Niederländer mit ihrem ebenso breiten wie tie-fen Sortiment den internatio-nalen Foodservice, den Einzelhandel sowie den Industriemarkt. Das Portfolio reicht nicht nur von Blumenkohl und Porree bis zu Spinat und Rotkohl, sondern umfasst zugleich unterschiedliche Zuschnitte: Ganze Bohnen oder Brechbohnen, farblich sortierte Paprikastreifen und -würfel, die selteneren gewürfelten Tomaten, Zwiebeln, Zucchini oder Knollensellerie, Karotten gewürfelt oder als Glattschnitt und anderes mehr.

Für die TK-Produkte muss die Zeitspanne von der Ernte über den Transport bis zur Produktion und dem raschen Tiefgefrieren möglichst kurz gehalten werden. Immer mehr Oerlemans-Produkte würden dabei nach biologischen Grundsätzen angebaut und verarbeitet, sagt Unternehmenssprecherin Ilona van Osch.

Die Verbraucher würden zunehmend kritischer, was für eine stetig wachsende Nachfrage nach ‘ehrlichen’ und biologischen Produkten sorge. Wie die meisten größeren Anbieter, arbeitet auch Oerlemans speziell für das Segment biologisch und biologisch-dynamisch mit eigenen Vertragserzeugern zusammen und steht mit diesen in ständigem Austausch.

Felderzeugnisse. Der Name der etablierten demeter Erzeugergemeinschaft aus Hessen passt genau, wenngleich heute noch diverse weitere und moderne Produkte in den Sortimentslisten stehen. Seit Anfang der 1990er zusätzlich als Vermarkter aktiv, kam schon wenige Jahre später der Handel mit TK-Produkten dazu. Nach wie vor liegt ein Schwerpunkt auf Produkten aus biologisch-dynamischem Anbau, die unter der Marke Natural Cool angeboten werden.

Mit einer vielseitigen Auswahl an Gemüse und Kartoffeln, Kräutern oder Obst aus kontrolliert biologischer und biodynamischer Landwirtschaft findet dabei auch der Großverbrauchermarkt reichlich Möglichkeiten, um Gerichte auf pfiffige Weise zu verfeinern oder zu kombinieren. Für Bistros im Einzelhandel steht dabei ein attraktives Extra-Angebot zur Verfügung.

Sehr gut entwickelt sich dane-ben die moderne Endverbraucher-Marke bioInside mit einer umfassenden und appetitlichen Auswahl. Für Salate und anderes finden sich drei verschiedene Sorten Kräuter, rote Zwiebeln und Knoblauch, allesamt feingehackt oder gewürfelt und anders als üblich im praktischen kleinen Beutel verpackt. Ebenfalls im Beutel (à 300 Gramm) bietet Felderzeugnisse verschiedene Sorten an vorblanchiertem Monogemüse an, ergänzt durch eine bunte Asia Gemüsemischung. Neben sämtlichen TK-Klassikern wie Blattspinat oder Prinzessbohnen und geschnittenen Champignons (roh) können Kunden sogar grüne Sojabohnen bekommen.

Kartoffelpuffer und Co. – mit Heimat-Bonus

Ob Puffer oder Reibekuchen genannt: die krossen Kartoffel-Klassiker laufen immer. Besonders, wenn sie schmecken wie bei Muttern. Den Aufwand der Zubereitung wollen sich die Verbraucher ersparen und greifen gern zu vorgebackenen Kartoffelpuffern aus der Truhe. Allerdings machen sich bei dieser Warengruppe  Qualitätsunterschiede geschmacklich deutlich bemerkbar.

Es kommt daher unter anderem sehr darauf an, dass Hersteller auf eine passende aromatische Kartoffelsorte, gutes Bratfett oder geeignete Pfan-nen achten. Nicht umsonst heißt es etwa bei demeter Felderzeugnisse: „Unsere Reibekuchen werden aus frisch geraspelten demeter Kartoffeln und demeter Vollkornmehl hergestellt und in gusseisernen Pfannen vorgebraten.“ Dazu kommen Hühnervollei und Sonnenblumenöl, die ebenso wie Kartoffeln und Mehl aus der Region stammen. Auf Ascorbinsäure (gegen ein rasches Braunwerden der rohen Kartoffeln) kann das Unternehmen dank eines optimierten, schnellen Herstellungsprozesses verzichten.

Während Frenzel Tiefkühlkost, ein Unternehmen der KTG-Gruppe, ebenfalls mit gusseisernen Pfannen und frischen Zwiebeln für ihre Bio Farmers Puffer wirbt, sprechen Naturland Markt und Snackmaster besonders die Sehnsucht nach Vertrautem und nach Heimat an. Bei ersteren heißen die Kartoffelpuffer daher die Guten und bei letzteren Lieblingspuffer. Was die Heimatbezogenheit betrifft, können die Verbraucher den Herkunftsweg der Naturland-Rohwaren über die mittlerweile gut bekannte Bio-mit-Gesicht-Kampagne auf den edel mit Fotos gestalteten Kartons nachverfolgen.

Auch auf weitere häufige Verbraucherwünsche geht Naturland Markt ein. Das ist zum einen die Glutenfreiheit und zum anderem die praktische Miniform: 18 kleine Puffer enthält jede Haushaltspackung. Gleichzeitig bietet Naturland Markt sie als Großverbraucherpackungen an.

Snackmaster schließlich, führt die Kartoffelklassiker aus ihrem Sortiment seit 2006 alter-nativ in Bio-Qualität und dis-tribuiert sie vorwiegend im LEH. Das Unternehmen betont die regionale Herkunft aus der Südheide nahe dem Firmensitz Schwarmstedt, die Verwendung ganzer Kartoffeln und gutem Rapsöl sowie die reinen Rezepturen.

Auch bei Kartoffeln ist für Abwechslung auf dem Teller gesorgt. Abgesehen von Frenzel, bieten die genannten Hersteller dazu jeweils mehrere Produkte an. Die größte Auswahl führt demeter Felderzeugnisse, wozu zwei Sorten Pommes Frites, Kartoffelspalten und Mini-Knödel gehören. Kartoffel-klöße (vier einzeln entnehmbare Klöße pro Karton) finden sich auch bei Naturland Markt, daneben knusprig panierte und mit Edamer verfeinerte Gemüsesticks. Wie das Unternehmen verrät, steht die nächste Variante schon in der Pipeline: die Guten Kartoffelpuffer mit Gemüse.

Mit Lieblings-Kroketten, panierten Kartoffel-Taschen, Frischkäse & Kräuter und Rös-ti-Ecken im originellen Dreieckskarton ergänzt Snackmaster die Bio-Linie. Das Unternehmen kann exemplarisch dafür stehen, dass es manchmal Geduld braucht, bis sich etwas Neues im schnelllebigen Lebensmittelmarkt etabliert.

Nach eigenen Angaben hat sich die Marktsituation der Schwarmstedter Bio-Kartoffelspezialitäten mehr und mehr gefestigt und legte in 2013 sogar um rund zehn Prozent zu. Einen erneuten Aufmerksamkeits- und Absatzschub könnte der aktuelle Verpackungsrelaunch bringen, wobei jetzt eine erdige Farbwelt mit Schiefer-Tafel das Bio-Ambiente unterstützen und eine bessere Abgrenzung zur konventionellen Linie ermöglichen soll. Werben kann Snackmaster zudem mit der DLG-Medaille in Gold, mit der alle vier Bio-Produkte in 2014 ausgezeichnet wurden.

Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte – mit Sicherheit und Haltbarkeitsplus

„Bio-Verbraucher werden immer die Frische bevorzugen. Damit auf Ausnahmesituationen reagiert werden kann, haben viele aber auch TK-Ware zuhause. Ich bin deswegen sicher, dass sich TK weiter etablieren und leicht wachsen wird“, sagt Stefan Mutter, Geschäftsführer von Freiland Puten Fahrenzhausen.

Das Unternehmen führt sein komplettes Sortiment an frischem Bio-Geflügel auch tief-gekühlt, ergänzt durch die so-genannten panierten Kinder-Dinos aus Bio-Hähnchen- fleisch als klassische Convenience. Für den GV-Bereich gibt es darüber hinaus Großpackungen in der handelsüblichen Nugget-Form.

Stefan Mutter nennt als entscheidende Kaufkriterien be-sonders bei TK-Geflügel das Mindesthaltbarkeitsdatum und Rückverfolgbarkeit. Sein Be-trieb wolle dies über die QR- Chargenrückverfolgung auf der Firmenhomepage gewährleisten. Wichtig seien auch die direkten  Kundenkontakte im Laden. Bei spezieller Schulung käme da richtig was rüber.

Beim TK-Großhändler Ökofrost, die Fertiggerichte und verschiedene Fisch- und Meeresfrüchte-Produkte anbieten, sieht man den Aspekt der direkten Kundenansprache ebenfalls als wichtig an und führt deshalb mit Handelskunden Schulungsveranstaltungen durch.

Zugleich fördern Produktflyer und CO2-neutrale Tiefkühltragetaschen den Abverkauf, unterstützt durch Anzeigen in der Fachpresse und Verkostungen auf Messen. Mit den beiden Eigenmarken Biopolar und BioCool stehen sowohl Preiseinstiegs- als auch verbandzertifizierte Feinschmeckerprodukte zur Auswahl.

Der edle, in Irland produzierte Biopolar Bio-Lachs ist das erste Produkt, bei dem Ökofrost mit einer neuen Transparenz-Initiative in die Öffentlichkeit geht. Dazu heißt es, widersprüchliche Meinungen zum Thema Bio in den Medien und die Fülle an Bio-Produkten in immer mehr Supermärkten würden für Verbraucher zunehmend komplexer und würfen viele Fragen auf. Wie anders wird ein Bio-Produkt eigentlich noch produziert? Wie ökologisch oder sozial ist es tatsächlich?

Um Vertrauen und Transparenz zu schaffen, wolle man nun den Weg vom Erzeuger über den Transport bis hin zur Lagerung und dem Großhandel nach den Kriterien Umwelt, Soziales, Tierwohl und Transparenz durchleuchten. Dies geschieht mittels einer Info-Grafik auf den Verpackungen und über einen QR-Code, der auf die Internetseite ww.biopolar.de mit genauen Untersuchungsergebnissen führt – demnächst dann auch bei Geflügel- und Fleischprodukten.

Bio-TK-Fertiggerichte – schnell und trotzdem clean-label

Das TK-Angebot der Bio-Anbieter umfasst alle möglichen kompletten Fertiggerichte, darunter schnelldrehende Klassiker ebenso wie attraktive vegane Alternativen und internationale Spezialitäten. Bei BioCool findet man mehrere Steinofen-Pizzen in Naturland-Qualität und neuerdings Chicken Wings und -Nuggets und bei Biopolar neben Feinschmecker-Pizzen und Flammkuchen indisches Chicken Curry und Palak Paneer. Auch demeter Felderzeugnisse zählt zu den Anbietern von Bio-Pizzen. Neben der wachsenden, traditionell im Holzofen gebackene Pizza-Linie unter der Marke bioInside, die nach alter Tradition in Italien hergestellt wird, gibt es hier neuerdings vegane Kebab-Snacks.

Giacobbe gehört dagegen zu den Herstellern, die sich ausschließlich auf gefrorene Fertiggerichte konzentrieren. Bislang hat das Unternehmen Bio Convenience für den Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung produziert. Eine ausgesuchte Auswahl an Lasagne und Auflaufvariationen mit und ohne tierische Zutaten stehen zur Auswahl.

Im September will Giacobbe nun den Schritt in den LEH machen, mit einem Sortiment, das rein vegan ist: Gemüse-Lasagne, Lasagne Bolognese Art, Kartoffel-Spinatauflauf und Gnocchi in Spinatsoße. Alle Gerichte werden handwerklich und komplett selber hergestellt, vom Teig bis zur Sauce. 375 Gramm schwer, können die Produkte im Backofen oder in der Mikrowelle zubereitet werden. Giacobbe ist zuversichtlich: „Der Markt hat seine Daseinsberechtigung.“

Bettina Pabel

Erste TK-Babynahrung

Spätere Geschmacksvorlieben werden schon im Babyalter geprägt, zum Beispiel für naturbelassene Bio-Lebensmittel. Das ist einer von mehreren Punkten, die bei der neuen tiefgekühlten Bio-Babynahrung von Babyviduals zum Tragen kommen. Der Hersteller wendet sich damit vor allem an solche Eltern, die bisher wenig selbst gekocht haben und nicht unbedingt Gläschennahrung füttern wollen. Angeboten werden sortenreine Gemüsearten, Kartoffeln und Pastinaken, Birne und Apfel, Huhn und Rind, die jeweils die strengen Regeln für Säuglingsnahrung erfüllen. Die Rohware wird in der Nürnberger Manufaktur dampfgegart, püriert und dann ungewürzt in löffelgroßen Einheiten schockgefrostet. Eltern können die Teile einzeln aus den würfelförmigen Kartons entnehmen und nach Wunsch zusammenstellen.

 


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