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Innatex gab Impulse für Sozialstandards

Fachmesse für grüne Mode zeigte sich kreativ und ökologisch

Die Innatex 35, Europas Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien vom 2. bis 4. August  in Hofheim-Wallau bei Frankfurt zog ein breites nationales und internationales Publikum an. Mehr als 1.300 Fachbesucher aus einem Dutzend Ländern waren angereist.

Die Motivation, smarte und kreative Mode zu machen und dabei zugleich als Hersteller sozial, aber auch ökologisch und fair zu agieren, ist in der Green Fashion-Branche ungebrochen. Mehr als 240 Aussteller aus 16 Ländern haben in Hofheim-Wallau wieder die kommenden grünen Modetrends auf über 10.000 Quadratmetern präsentiert.

Aussteller und Fachbesucher waren gleichermaßen begeistert von dem neu entwickelten innovativen Standbau in Halle zwei. Modern und freundlich zeigte sich die Messehalle und bot einen völlig neuen Anblick. Durch die geringere Höhe der neuen Stände wirkte die Halle, die bis auf den letzten Platz ausgebucht war, luftiger als bisher. Dezente Musik sowie der direkte Zugang zur Lounge-Terrasse sorgten zudem für eine optimale Order-Atmosphäre, berichteten die Aussteller.

 Bereits zum zweiten Mal choreographierte das niederländische Team von Sessibon die Innatex Modeschauen, die am Wochenende Besucher und Aussteller anlockten. Insgesamt 24 Aussteller, darunter acht DesignDiscoveries, Neuentdeckungen der Innatex, zeigten hier ihre Kollektionen der kommenden Frühjahr-/Sommersaison 2015 und begeisterten das fachkundige Publikum.

 In der Paneldiskussion ging es diesmal um Sozialstandards in der Textilproduktion Experten aus Produktion und Handel diskutierten mit Fachleuten aus den Bereichen Zertifizierung und Audit. Die angeregte Gesprächsrunde rund um RTL-Moderatorin Janine Steeger beeindruckte das Publikum durch Fachwissen – und zeigte am Ende diverse Vorgehensweisen zur Verbesserung der Sozialstandards, vor allem in Schwellenländern, auf. Die »Schuldfrage« konnte allerdings final nicht geklärt werden. Sowohl Politik als auch Industrie und der Konsument sind gleichermaßen aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen, den fairen Handel zu unterstützen und vorwärts zu bringen.

 Für Aussteller wird es ab Januar 2015 bei den Innatex-Zulassungskriterien eine Änderung geben: Der Mindestanteil von Baumwolle aus kontrolliert biologischem (kbA) im Messe-Sortiment wird auf 50 Prozent angehoben. Bei Wolle aus kbA wird es ab 2016 eine Anhebung von zehn auf 15 Prozent geben.

Zudem arbeitet die Messeleitung an neuen Richtlinien für die Vergabe von Sonderzulassungen. Diese betreffen Aussteller, die mit nicht zertifizierbaren Materialien wie Leinen, Hanf oder Upcycling-Rohstoffen arbeiten. Auf diese Weise will die Innatex ihren hohen Standard bei den Kriterien der Nachhaltigkeit weiterhin garantieren.

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