Anuga
Anuga: Bio-Kompetenzzentrum III
Kennzeichnung veganer Produkte
In seinem letztes Jahr erschienenen Handbuch über tierische Inhaltsstoffe und ihre Alternativen mit 2.500 Einträgen will Reuben Proctor Menschen unterstützen, die sich für ein veganes Leben entschieden haben oder sich dafür interessieren.
Im Interview mit Christan Vagedes von der deutschen veganen Gesellschaft sprach der jetzt in Deutschland lebende gebürtige Neuseeländer Proctor über Nutzen und Chancen eines von ihm geplanten neuen Vegan-Siegels. Angesichts der Tatsache, dass es noch keine offizielle Definition für vegane Produkte gebe, soll das Label für Glaubwürdigkeit, Transparenz und Fortschrittlichkeit stehen.
Anstatt sich auf eine Selbstkontrolle der Hersteller zu verlassen, müsste man die Messlatte höher legen. Bei dem geplanten Zeichen sollen daher auch Verarbeitungsstoffe genannt werden müssen, zum Beispiel Cystein in Mehl, Enzyme in Backwaren oder Gelatine als Trägerstoff für ß-Carotin. Die genauen Kriterien stehen noch nicht fest.
Bio-Lebensmittel dürften die erforderlichen Bedingungen aber sicher leichter erfüllen, meinte Proctor. Schließlich seien in der Bio-Zertifizierung viele Zusatzstoffe, die auf tierischen Stoffen basieren, sowieso verboten.
Siegel-Trilogien: Neben zahlreichen Hersteller-Logos werden die bekannte Vegan-Blume (GB) und das Vegan-Siegel des Vegetarierbundes seit einigen Monaten durch ein Label der Neuform ergänzt. Mit dem Siegel, für das zugleich die allgemeinen Neuform-Kriterien erfüllt sein müssen, reagiert also auch die Reformhausgenossenschaft auf den aktuellen Trend.
BP







