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Schokolade

Faire Schoko mit geringem Marktanteil

100.000 Fans unterstützen den Schokoladen-Tag

TransFair hat zum Schoko-Tag Verbraucher bundesweit dazu aufgerufen, ihre faire Schokoladenseite zu zeigen und beim Naschen zu Fairtrade-Produkten zu greifen. Auf der Website von TransFair registrierten sich rund 100.000 Schoko-Fans.

Zum Schoko-Tag entwarf Matthias Ludwigs, Patissier des Jahres 2009, seine erste Torten-Kreation mit Fairtrade-Zutaten. Zum Tortenanschnitt in der Kölner Innenstadt bekam der Schirmherr des Schoko-Tags tatkräftige Hilfe von Kakaoproduzentin Felicia Evangelista del Rosario und der Sängerin Suzie Kerstgens.

Nicht nur die Kölner Innenstadt stand im Zeichen des fairen Kakaos. Für die Besucher des Schokoladenmuseums am Rheinufer gab es im Museumsshop faire Köln-Schokolade. In Saarbrücken fanden an sechs Schulen Workshops rund um Schokolade statt, und faire Verkostungsmeilen in den Bahnhöfen der Wuppertaler Schwebebahn versüßten den Pendlern den Weg zur Arbeit. In den Kölner Starbucks-Filialen, den Filialen der Bäckerei Terbuyken und der Biener Landbäckerei Wintering erhielten die Kunden zu jedem Fairtrade-Kaffee ein faires Schokolädchen obendrauf.

Trotz steigender Absätze hat Fairtrade-Schokolade in Deutschland nur einen Markanteil von unter einem Prozent. „Mit dem Schoko-Tag fordern wir die Schokoladenindustrie auf, sich stärker für nachhaltige und faire Arbeitsbedingungen im Kakaosektor zu engagieren“, sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair.

Fairtrade setzt als Pionierorganisation ethischer Zertifizierungssysteme strenge Standards in den Bereichen Handel, Soziales und Umwelt und lässt diese unabhängig und regelmäßig kontrollieren. Dabei stellt TransFair seit 20 Jahren die Menschen und deren Umwelt in den Mittelpunkt.

Fairtrade fördert Kleinbauernorganisationen und Plantagenarbeiter in den Entwicklungsländern und verbessert ihre Position auf dem Weltmarkt, so dass sie ihre Lebenssituation aus eigener Kraft verbessern können und langfristig die Armut im Süden abgebaut wird. Gleichzeitig engagiert sich Fairtrade aktiv für den umweltfreundlichen Anbau und gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Klimaschutzprogramme und Anpassungsmaßnahmen werden verstärkt durchgeführt.

Über fünf Millionen Kleinbauern weltweit leben vom Kakaoanbau. Große Armut ist weit verbreitet und gilt als einer der Hauptgründe für ausbeuterische Kinderarbeit. Bei Fairtrade erhalten die Kleinbauern einen Mindestpreis für ihre Rohstoffe, der sie gegen Preiseinbrüche am Weltmarkt schützt. Die zusätzliche Fairtrade-Prämie ermöglicht Investitionen in Gemeinschaftsprojekte. Im Fairtrade-System gelten die ILO-Konventionen gegen Kinderarbeit. Durch Präventionsmaßnahmen, Aufklärung, den Einsatz von Kinderschutzbeauftragten vor Ort und Kooperation mit Kinderschutzorganisationen und den Regierungen setzt sich Fairtrade für die Rechte der Kinder ein.

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