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Auch Robert’s Bio-Geflügel betroffen

Vermarktungsverbot und Kündigung von Bioland

Mit Wirkung vom 22. Januar wurde auch der Vertriebsfirma RoBert’s Bio-Geflügel ein Vermarktungsverbot auferlegt und von Bioland fristlos gekündigt, damit sichergestellt ist, dass alle Produkte, die vor dem 2.12.2008 in den Handel gelangten, nicht mehr verkauft werden können. Betroffen sind insbesondere Tiefkühlprodukte, die vor der Sperrung des Geflügelhofes erzeugt und vermarktet wurden. Zuvor war der Geflügelhof Franzsander am 2.Dezember 2008 von Bioland und von der zuständigen Landeskontrollbehörde in Nordrhein-Westfalen vorsorglich und am 22. Dezember endgültig gesperrt. Nach Auswertung der Kontrollergebnisse wurde dem Betrieb am 9. Januar 2009 von Bioland fristlos gekündigt.

Der Besitzer des Geflügelhofes, Berthold Franzsander, war auch Gesellschafter der Firma RoBert’s Bio-Geflügel, einer Vertriebsfirma, die gegründet wurde, um Bio-Geflügel mehrerer Bio-Betriebe zu vermarkten. Die Mitarbeiter wollten den Betrieb übernehmen und weiterführen. „Ich kann mir nicht vorstellen, mit den alten Strukturen weiter zu machen“, bezog Bioland-Präsident Thomas Dosch Stellung. Er will aber eine Nachfolgelösung für die Vermarktung finden, um keine weitere Konzentration herbeizuführen. „Wir haben im Geflügelbereich ein hohes Maß an Industrialisierung“, urteilt Dosch.

Die Untersuchungen dauern noch an. Es besteht der Verdacht, dass gegen alle Regeln konventionelle Tiere in Bioställen gehalten wurden, heißt es in einer Bioland-Mitteilung. Vermischungen und Intransparenz zwischen Biotierhaltung und konventionellem Betrieb verstoßen sowohl gegen die Vorgaben der EU-Ökoverordnung als auch gegen die Bioland-Richtlinien und haben zu den Vermarktungsverboten geführt, wie Bioland erklärt.

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