Landwirtschaft
Demeter begrüßt Niedersachsens Agrarstrukturgesetz
Land will Bodenspekulation und Flächenkonzentration begrenzen
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Steigende Bodenpreise erschweren vielen landwirtschaftlichen Betrieben den Zugang zu Flächen. Niedersachsen will mit einem neuen Gesetz gegensteuern, das den Erwerb von Agrarland regulieren und Schlupflöcher bei sogenannten Share Deals schließen soll. Der Bio-Anbauverband Demeter begrüßt den Beschluss und fordert vergleichbare Regelungen in anderen Bundesländern.
Am 7. Oktober hat Niedersachsen ein neues Agrarstrukturgesetz beschlossen. Es soll überhöhte Kaufpreise begrenzen, die Konzentration landwirtschaftlicher Flächen in wenigen Händen eindämmen und den Zugang zu Land für bäuerliche Betriebe erleichtern. Das Gesetz soll im April 2027 in Kraft treten.
Eine Neuerung betrifft sogenannte Share Deals. Dabei werden nicht landwirtschaftliche Flächen direkt gekauft, sondern Anteile an Unternehmen, denen die Flächen gehören. Solche Geschäfte sollen künftig genehmigungspflichtig sein. Zudem will Niedersachsen das Vorkaufsrecht für landwirtschaftliche Betriebe stärken, das in der Praxis bislang häufig ungenutzt bleibt.
Demeter sieht in dem Gesetz einen bedeutenden Schritt für einen gerechteren Bodenmarkt. „Mit dem Agrarstrukturgesetz zieht das Land eine wichtige Grenze gegen Spekulation und übermäßige Flächenkonzentration“, erklärt Thomas Morgenstern, Demeter-Landwirt und Referent für politische Arbeit bei Demeter im Norden. „Das ist ein starkes Signal für unsere vielfältigen, ökologischen Betriebe und für diejenigen, die unsere Höfe übernehmen und in die Zukunft tragen möchten.“
Der Verband fordert nun auch die übrigen Bundesländer auf, wirksame Regeln gegen Bodenspekulation und übermäßige Flächenkonzentration zu schaffen.







