Gesellschaft
Studie: Gesundheitsfaktor Ernährung wird wichtiger
Longevity trendet, Zahlungsbereitschaft bleibt gering
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Die Deutschen achten generationenübergreifend viel stärker auf ihre Ernährung als noch vor einigen Jahren. Der Wunsch nach vertrauenswürdigen Informationen über Gesundheitsmehrwerte ist groß, während die Zahlungsbereitschaft für gesundheitsfördernde Lebensmittel begrenzt bleibt. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie ‚Gesundheit auf dem Teller – Proteine, Longevity und die neue Erwartung an Lebensmittel‘, für die die Heristo-Aktiengesellschaft über das Marktforschungsinstitut Kantar 2.000 Menschen aus Deutschland im Alter von 16 bis 69 Jahren befragen ließ.
Fünf zentrale Erkenntnisse hält Heristo fest:
1. Lebensmittel statt Medikamente: Ernährung wird als Hebel für Gesundheit verstanden
Nach der Studie stimmen drei Viertel der Befragten der Aussage zu, dass die eigene Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit hat, und achten heute stärker auf ihre Ernährung als noch vor einigen Jahren. Allerdings geben nur 45 Prozent an, dass sie es leicht finden, sich im Alltag gesund zu ernähren.
2. Proteine: Alltagsküche schlägt Shake
Rund die Hälfte hält eine proteinreiche Ernährung für wichtig, wobei zwei Drittel proteinreiche Lebensmittel gegenüber Proteinpräparaten vorziehen. Die wichtigsten Proteinquellen sind Eier, Fleisch und Milchprodukte, gefolgt von Fisch, Nüssen und Samen sowie Hülsenfrüchten. Während Jüngere vor allem mit Blick auf Sport Wert auf Proteine legen, geht es Älteren dabei eher um Healthy Aging.
3. Longevity: Nicht nur für Ältere
Eine große Mehrheit von 86 Prozent hat das Ziel, möglichst lange gesund zu leben, wobei Ernährung als relevanter Hebel verstanden wird. Mehr als die Hälfte würde Produkte kaufen, die dazu beitragen – bei den 16- bis 29-Jährigen liegt das Kaufinteresse sogar bei 60 Prozent.
4. Wunsch nach Transparenz
Ärzte und Apotheker sind für die Befragten die vertrauenswürdigsten Informationsquellen (53 Prozent), gefolgt von Freunden/Familie und Verbraucherorganisationen. Dagegen liegen Soziale Medien und Influencer (14 Prozent) zusammen mit direkter Hersteller-Werbung am Ende des Rankings der vertrauenswürdigen Quellen. Zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr unabhängige Informationsquellen zu Nahrungsergänzungsmitteln, Supplements und gesundheitsbezogenen Lebensmitteln, während nur 39 Prozent sich ausreichend über Nebenwirkungen informiert fühlen.
5. Zahlungsbereitschaft hat ihre Grenzen
Was die Zahlungsbereitschaft für einen gesundheitlichen Zusatznutzen angeht, so würden die meisten Befragten bis zu fünf Prozent mehr zahlen – höhere Aufpreise von zehn Prozent oder mehr werden dagegen deutlich seltener akzeptiert. Als stärkstes Zahlungsargument gelten natürliche Zutaten, gefolgt von gesundem Altern, weniger Zucker, einem hohen Proteingehalt, Darmfreundlichkeit und einem wissenschaftlich belegten Nutzen.
„Wir verstehen die Ergebnisse dieser Studie auch als klaren Auftrag an uns als Hersteller von Lebensmitteln. Die Verbraucher sind anspruchsvoll und messen der Ernährung eine wichtige Bedeutung mit Blick auf ihre Gesundheit zu“, sagt Studienleiter Jörn Leogrande, bei Heristo Bereichsleiter für Unternehmenskommunikation und Innovation.
Begleitet wurde die Studie von Tilman Grunde, Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, und Spitzenkoch Holger Stromberg. Für Grune zeigt die Studie vor allem die Diskrepanz zwischen der Bedeutung von Ernährung und fehlenden Informationen darüber, wie man sich gesund ernährt. Bemerkenswert sei außerdem die geringe Bereitschaft, einen höheren Preis für Produkte mit Gesundheitsmehrwert zu zahlen.







