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Biomanufaktur Havelland hält Umsatz stabil

Bio-Fleischverarbeiter behauptet sich in schwierigem Marktumfeld – Wachstum bei Wildprodukten und im Drittgeschäft

Biomanufaktur Havelland hält Umsatz stabil © BMH
Frischtheke für Fleisch- und Wurstwaren der Biomanufaktur Havelland bei der Bio Company
 

Die Biomanufaktur Havelland hat das Geschäftsjahr 2025 mit nahezu unverändertem Umsatz abgeschlossen. Trotz steigender Kosten und zurückhaltender Konsumausgaben sieht sich das Unternehmen stabil aufgestellt und baut einzelne Geschäftsfelder gezielt aus.

Die Biomanufaktur Havelland hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 14,17 Millionen Euro erzielt und liegt damit knapp unter dem Vorjahreswert von 14,2 Millionen Euro. In einem von steigenden Rohstoffpreisen und verhaltener Nachfrage geprägten Markt bewertet das Unternehmen dieses Ergebnis als stabil.

Ein Schwerpunkt bleibt die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben des Unternehmens trägt dieses Netzwerk dazu bei, die Versorgung mit Bio-Fleisch auch bei eingeschränkter Verfügbarkeit – etwa im Rindersegment – aufrechtzuerhalten. Insgesamt umfasst das Sortiment mehr als 300 Produkte, beschäftigt werden rund 50 Mitarbeitende.

Zuwächse verzeichnete die Biomanufaktur Havelland insbesondere im Wildsortiment, das sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser entwickelte. Gleichzeitig gewinnt das sogenannte Drittgeschäft an Bedeutung. Neben der Belieferung der Filialen der Bio Company zählen dazu Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung.

Deutlich ausgeweitet wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Lieferdienst Knuspr. Nach Unternehmensangaben konnte der Umsatz in diesem Bereich im Jahresverlauf deutlich gesteigert werden. Angeboten werden dort neben Frischfleisch auch verarbeitete Produkte wie Würstchen, Aufschnitt und vorbereitete Fleischwaren.

Für ein Projekt zur besseren Nutzung von Schaffleisch wurde das Unternehmen 2025 mit dem Brandenburger Innovationspreis sowie dem pro agro Marketingpreis ausgezeichnet. Das Projekt „reffiSchaf“ zielt darauf ab, bislang weniger nachgefragte Fleischteile stärker zu verwerten und neue Absatzwege zu erschließen.

Auch eine Beteiligung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich positiv. Die Mecklenburger Biofleischveredelungs GmbH in Waren an der Müritz, an der die Biomanufaktur Havelland knapp ein Viertel hält, ist seit 2023 am Markt und hat 2025 erstmals schwarze Zahlen erreicht. Der Betrieb verarbeitet ausschließlich Bio-Fleisch und versteht sich als Alternative zu größeren, konventionellen Strukturen in der Fleischverarbeitung.

Insgesamt zeigt sich das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil und setzt auf den Ausbau einzelner Segmente sowie auf regionale Lieferketten.

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