Regionalität
Metropolregion Nürnberg will Welt-Agrarkulturerbe werden
Bewerbung bei der UN-Welternährungsorganisation
© Messe Berlin GmbH / Volkmar Otto
Die Metropolregion Nürnberg bewirbt sich als erste Region Deutschlands um den Titel Welt-Agrarkulturerbe. Die Auszeichnung wird von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) an landwirtschaftliche Systeme verliehen, die durch Tradition, ökologische Resilienz und kulturelle Bedeutung herausragen. Heute um 14 Uhr wird die Bewerbung auf der Grünen Woche in der Messehalle 23a vorgestellt.
Im Fokus der Bewerbung stehen etwa das Nürnberger Knoblauchsland, die Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund und in der Oberpfalz oder Streuobstwiesen, Hopfengärten und Weinberge in Franken. 100.000 Menschen arbeiteten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Nordbayern, versorgten Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln und leisteten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaften, zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt.
Weltweit tragen den Titel ‚Welt-Agrarkulturerbe‘ bisher 104 Landstriche – allerdings bislang noch keiner in Deutschland. Mit ihrer Bewerbung möchte die Metropolregion Nürnberg ihre Agrarkultur international sichtbar machen und das gesellschaftliche Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft stärken.
Landwirtschaftliche Traditionen wie Streuobstanbau, Weidetierhaltung oder Brennkunst stünden für Wissen, Handwerk und Innovationskraft. Ein begleitender Aktionsplan soll die regionale Wertschöpfung stärken und mehr Produkte aus der Region in öffentliche Einrichtungen bringen. Die Entscheidung der FAO wird im Laufe des Jahres erwartet.







