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Özdemir besucht Bio-Hersteller in Erdmannhausen

Ökologische Lebensmittelverarbeitung als Impulsgeber

Bundesernährungsminister Cem Özdemir hat die Erdmannhauser Firmengemeinschaft aus Huober Brezel, ErdmannHauser und Bio Gourmet besucht und sich mit der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) ausgetauscht. Er hob die Bedeutung von Bio-Lebensmittelverarbeitern für Wirtschaft, Nachhaltigkeit und die Entwicklung des ländlichen Raums hervor.

„Verarbeitungsunternehmen haben eine besondere Bedeutung für die nachhaltige Weiterentwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft – das gilt besonders für Bio-Unternehmen. Sie bieten attraktive Arbeitsplätze auch in ländlichen Strukturen, sie sind wichtige Partner für Bäuerinnen und Bauern, und sie befördern Biodiversität. Damit tragen sie elementar dazu bei, den Ökolandbau zu stärken. Dies ist nicht selbstverständlich und in einem sich im Wandel befindenden Bio-Markt teils herausfordernd. Deswegen schließt unsere Bio-Strategie explizit die Lebensmittelwirtschaft ein“, so Özdemir.

„Unsere Firmengeschichte zeigt, dass eine Transformation im Bestehenden gelingen kann. Unser Unternehmen wurde 30 Jahre konventionell geführt und erlebte ab 1982 eine schrittweise Umstellung hin zu einem hundertprozentigen Bio-Betrieb. Die Verwandlung brachte auch die Erkenntnis mit sich, dass die Industriemaschinen nicht bestimmen dürfen, was auf unseren Äckern steht“, erklärte Geschäftsführer Arlend Huober.

„Die Krisen unserer Zeit fordern eine resiliente Grundnahrung aus heimischem Anbau. Mit dem ErdmannHauser-Getreideaufschluss, sind wir in der Lage, heimisches Getreide (Dinkel, Gerste, Hafer, Hartweizen und Buchweizen) so aufzubereiten, dass es dem Reis und der modernen Küche in nichts nachsteht. Gleichzeitig stärken wir durch regionale Wirtschaftsbeziehungen die Krisen-Resilienz unserer Nahrungsmittelherstellung“, meinte Geschäftsführer Johannes Huober.

„Ökologisch ausgerichtete Lebensmittelunternehmen gestalten unsere Ernährung von heute und von morgen. Es ist wichtig, dass die Mittelstandstauglichkeit dieser Unternehmen gewahrt bleibt, um auch künftig resilient aufgestellt zu sein“, betonte Anne Baumann, geschäftsführende Vorständin der AöL.

„Umfassende Regelungsregimes und oligopole Marktstrukturen sind dort nicht förderlich. Was wir brauchen, ist eine vielfältige Unternehmenslandschaft und Fairness entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein kooperatives Miteinander für echte, nachhaltige Transformation unserer Ernährungswirtschaft – das ist es, was uns in die Zukunft führt und was politisch unterstützt werden sollte“, so Anne Mutter, AöL-Vorständin und CEO der Holle Baby Food AG.

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