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Abstimmung zum Nature Restoration Law

Fast eine Million europäische Bürger unterstützen das Gesetz

Am morgigen Mittwoch, dem 12. Juli, werden die Mitglieder des Europäischen Parlaments ihre entscheidende Abstimmung über das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur durchführen. Derweil haben sich fast eine Million Bürger per Unterschrift für das EU-Renaturierungsgesetz ausgesprochen. Auch Religionsführer rufen die Europaabgeordneten dazu auf, für das Gesetz zu stimmen.

Das vorgeschlagene Gesetz ist die Antwort der EU auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels und des Rückgangs der biologischen Vielfalt und eine Schlüsselkomponente des europäischen Green Deals der von der Leyen-Kommission. Es ist auch entscheidend, um die Biodiversitätsziele zu erreichen, auf die sich die EU letztes Jahr in Montreal geeinigt hat.

Das Gesetz soll Schäden an der europäischen Natur bis 2050 beheben. Durch die Verordnung sollen die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet werden, nationale Pläne zur Wiederherstellung der Natur zu entwickeln und Maßnahmen dafür umzusetzen: etwa die Wiedervernässung von Mooren, die Renaturierung von Flussauen oder den Umbau von Wäldern zu vielfältigeren Mischwäldern.

Als „entscheidenden Schritt zum Schutz unseres gemeinsamen Hauses und der unzähligen Lebensformen, die es beherbergt“ bezeichnen führende Religionsvertreter das Gesetz in einem gemeinsamen Aufruf, der gestern veröffentlicht wurde.

Die #RestoreNature-Koalition, die aus dem WWF EU, ‚BirdLife Europe and Central Asia‘ sowie dem Europäischen Umweltbüro besteht und die oben erwähnte Petition in die Wege geleitet hat, kritisiert die „entsetzlichen Angriffe“ auf das Gesetz und die Desinformationskampagne, für die eine naturfeindliche Lobby sowie die Europäische Volkspartei (EVP) verantwortlich seien.

„Wir haben als wissenschaftliche Gemeinschaft in den letzten zehn Jahren so hart daran gearbeitet, die Fakten und Zahlen zu vermitteln“, sagt Josef Settele, leitender Autor im Weltbiodiversitätsrat. „Wir haben erklärt, wie das menschliche Wohlergehen mit der Lösung der Klima- und Biodiversitätskrise zusammenhängt. Wenn das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur nicht verabschiedet wird, stellt dies in Frage, wie sehr die Entscheidungsträger wissenschaftliche Erkenntnisse brauchen und schätzen.“

Jan Plagge, Präsident von IFOAM Organics Europe und Bioland, kritisiert das Narrativ, die Wiederherstellung der Natur würde die Ernährungssicherheit gefährden und die Arbeit der Landwirte erschweren. Es sei eine Lüge, dass das Gesetz für ein nachhaltiges Landwirtschaftsmodell eine Verschlechterung darstelle. Vielfältige Landschaften seien auch stabiler und widerstandsfähiger – und damit besser geeignet, um effektiv Lebensmittel zu produzieren.

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