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Biovegan wird saniert

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Die Biovegan GmbH – Biopionier seit 1986 und Hersteller veganer Back- und Kochzutaten – hat gestern einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Neuwied gestellt. Dadurch verbleibt die Verfahrensleitung beim Unternehmen. Gründe für den Schritt seien vor allem die Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld, die das Unternehmen nicht schnell genug auf das erforderliche Profitabilitätsniveau gebracht hätten.

„Der Geschäftsbetrieb der Biovegan GmbH wird in dem nun eingeleiteten Eigenverwaltungsverfahrens ohne Einschränkungen weitergeführt“, betont Rechtsanwalt Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger. Der Sanierungsexperte ist mit seinem Team für die Dauer des Verfahrens als Generalbevollmächtigter in das Unternehmen eingetreten und unterstützt die Geschäftsführung bei der Restrukturierung. Die Löhne und Gehälter der rund 105 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld bis Ende September 2023 gesichert. Ziel ist, dass Biovegan nach Verfahrensabschluss wieder eigenständig am Markt agieren kann.

„Die Möglichkeiten eines Eigenverwaltungsverfahrens bieten den besten Rahmen, um eine Sanierung umzusetzen und das Verfahren schnellstmöglich wieder zu verlassen“, meint Biovegan-Geschäftsführer Sven Pursche. Dabei werde das Unternehmen alle Optionen zur Sanierung prüfen und verfolgen.

Das zuständige Insolvenzgericht hat den Koblenzer Rechtsanwalt Alexander Jüchser von der Kanzlei Lieser Rechtsanwälte zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Dieser überwacht in einem Eigenverwaltungsverfahren, dass die geplante Sanierung zu keinen Nachteilen für die Gläubiger führt. Im Gegensatz zu einem regulären Insolvenzverfahren hat er aber keinerlei Verwaltungs- oder Verfügungsbefugnis.

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