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Bio-Vollsortiment: digitale Beschaffung bringt Vielfalt

Neue Plattform konzentriert Bio für den Mainstream

Mehr als 25.000 zertifizierte Bio-Produkte auf einer Plattform: Das bietet das Online-Portal Bio-Vollsortiment für Lebensmittelkaufleute, Lebensmit-telhandwerker,  Großverbrau- cher und viele andere Vertriebswege. Lieferanten finden darüber bei stark wachsender Bio-Nachfrage einen direkten Zugang zum Markt. Durch eine zentrale Vernetzung für alle am Bio-Markt Beteiligten will die Plattform die Beschaffung revolutionieren und eine bisher nicht erlebte Bio-Vielfalt, auch lokal und regional, in die Regale bringen.

Mit der Plattform Bio-Vollsortiment wird eine Produkt-Vielfalt bereitgestellt, die gleichermaßen genutzt wird von Lieferanten, Großhändlern, Logistikern, Kaufleuten, Lebensmittelhandwerkern, Großverbrauchern und vielen anderen. Sowohl Produzenten als auch Ver-triebsleute und Agenturen können ihre Angebote auf der Plattform einstellen. Moderne digitale Vertriebsformen  unterstüt- zen die Bio-Beschaffung, ersetzen Aufwand und wirken durch weniger Reisetätigkeit nachhaltig.

Momentan sind auf Bio-Vollsortiment bereits Produkte von 500 Bio-Marken versammelt. Fast 7.000 Bio-Anbieter aus einer in 25 Jahren gewachsenen europaweiten Bio-Datenbank werden auf die Plattform eingeladen. Auf der anderen Seite warten allein Supermarktbetreiber mit rund 10.000 Outlets und tausende Akteure aller Lebensmittel-Vertriebswege auf eine große Vielfalt an Bio-Angeboten aus möglichst einer Hand. So beginnen Großverbraucher gerade erst mit der Verarbeitung von Bio-Produkten in ihren Mahlzeiten. Auch für sie kann, neben vielen weiteren Vertriebsformen für Bio-Lebensmittel, WPR und Naturkosmetik, die Plattform ein wichtiger Helfer bei der Beschaffung werden.

Mit von Beginn an rund 25.000 Artikeln soll die Plattform alle Bedürfnisse der Bio-Beschaffung bedienen. Zentrale Bestellungen und Abrechnungen erleichtern die Arbeit. Die Bio-Produzenten bauen sich so einen neuen direkten Zugang zum Einzelhandel ohne Zwischenschritte auf. Das fördert regionale und lokale Strukturen und kann auch die Bio-Preise verbilligen. Bremswirkungen durch harte Preisverhandlun-gen oder Zentralentscheider werden verringert. Sortiments-Einschränkungen der Erstlieferanten, die sich mit weiteren Listungen neuer Produkte eher Zeit lassen, können schnell und einfach ergänzt werden. Abhängigkeiten fallen weg. Andererseits bietet das Netzwerk auch Bio-Großhändlern neue Absatzwege.

In der Logistikbranche wird das Netzwerk mit Partnern zusammenarbeiten, die über genügend Lagerfläche und Fuhrpark-Logistik verfügen, um beispielsweise ein Bio-Konsignations- lager einzurichten, und die die Plattformen für die letzte Meile bieten. Im Konsignationslager lagern Hersteller für Lieferung auf Strecke ihre Produkte palettenweise für geringe Gebühren aus. Durch Bündelung in den Bestellungen werden daraus dann Sammel-Auslieferungen, die weitaus günstiger als einzelne Streckenlieferungen sind. Beim Empfänger fällt weniger Aufwand an bei der Annahme und Rechnungsstellung.

Spezialsortimente aus der Frischesparte werden von der Plattform automatisch aus den Bestellungen heraus separiert und ohne zusätzlichen Aufwand für die Kaufleute an die Spezialisten weiter gegeben. Für Transaktionen über das Netzwerk erhält die Plattform Bio-Vollsortiment eine Vermittlungsprovision im unteren einstelligen Bereich.
Bio-Vollsortiment wird als klei-ne AG nach genossenschaftlichen Prinzipien gegründet. Die interne Organisation wird hierarchisch so flach als möglich aufgebaut und soll sich bewusst auf das Kerngeschäft konzentrieren, um auch langfristig schlank zu bleiben.

Momentan befindet sich Bio-Vollsortiment in der Beta-Phase und steht für ausgewählte Erstkunden bereit. Im ersten Jahr sollen 100 Kunden und 250 Lieferanten für die Plattform begeistert werden.

Das Projekt wird auf dem Meeting Point BIOimSEH in
Halle 8, Stand 211 an der Infothek präsentiert.

Fachgespräch dazu in der Experten Lounge am
Mi., 15.2.2023 ab 11 Uhr:
Bio-Lieferanten-Plattform

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