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Bio sorgt für Stabilität

AöL kommentiert Preisveränderungen am Markt

Bio-Lebensmittel verteuerten sich laut einer kürzlich veröffentlichten BÖLW-Studie in den letzten Monaten teils deutlich weniger als konventionelle Lebensmittel. Für die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) verdeutlicht diese Entwicklung die Wirkung ‚wahrer Preise‘ und unterstreicht die Vorteile ökologischer Produktionssysteme.

Verursacht durch den Krieg in der Ukraine würden die ‚wahren Kosten‘ der fossilen Energien deutlich. Die steigenden Energiepreise, vor allem für Stickstoff-Handelsdünger und Pestizide, kämen in der Bio-Produktion aufgrund von Kreislaufwirtschaft, niedrigem Ressourcenverbrauch und dem Verzicht auf Kunstdünger nicht zum Tragen. Auch längerfristige Verträge und Handelsbeziehungen, die in der Bio-Branche oft geschlossen werden, schützten die Verbraucher vor kurzfristigen Preissteigerungen.

„Das Integrieren von Umwelt-Folgekosten, die durch die Herstellung von Lebensmitteln entstehen, und die bisher von der Allgemeinheit getragenen wurden, wirkt. Die Preise sprechen, vor allem bei konventionellen Lebensmitteln aufgrund steigender Energiekosten, immer mehr die Wahrheit. Bio-Lebensmittel bleiben im direkten Vergleich preisstabil und erweisen sich neben ihrer durchgängig guten Verfügbarkeit auch in Hinblick auf den Preis als stabiler und krisensicherer“, so Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der AöL.

Die Entscheidung für Bio werde am Regal für die Verbraucher leichter, da die Preisschere zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln kleiner wird. Die Stabilität innerhalb der Bio-Lieferketten würden nach Daten des Marktforschungsinstituts GfK auch durch Umsatzzahlen bestätigt: Der Rückgang bei Bio-Produkten sei demnach zwar spürbar, aber schwächer als im gesamten Lebensmittelmarkt.



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